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RUBRIK ::: FERSEHEN

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UpDate: 11.01.2017

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>5O Jahre.TV

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DEUTSCHES FERNSEHEN
(DEUTSCHLAND, BRD + "DDR", DEUTSCHES REICH)
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Zwei Generationen in der ehemaligen "DDR", von 1950 bis 1990, kennen diese nachfolgenden Fernsehsendungen und Personen: Vom "Sandmann", "Professor Flimmrich", "Zu Besuch im Märchenland", "Du und dein Garten" bis hin zu "Mach mit, machs nach, machs besser" waren Highlights, die den oft tristen Alltag Farbe gaben. Für mich sind diese TV-Sendungen Erinnerungen an meine Kindheit zwischen 1974 und 1985.

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THEMEN: Fernsehstart DDR-Fernsehen Sandmann & Co Spielplatz- und Geschichtenlieder Märchenland Sandmännchen (West+Ost) Seamstrasse

PERSONEN: Meister Nadelöhr  Taddeus Punkt Meister Briefmarke

Sandmännchen-Vater Puppendoktor Pille

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FERNSEHGESCHICHTE
22.08.1932 - BBC beginnt mit einem Fernsehprogramm

Nach zweijährigem Versuchsbetrieb sendet die britische Rundfunkgesellschaft BBC (gegr. am 14.11.1922) ein regelmässiges Fernsehprogramm, das mit einer Kabarettsendung beginnt.

Das BBC-Fernsehen benutzt das von John Logie Baird entwickelte System, das ein Postkarten grosses Bild mit niedriger Auflösung liefert. Wenige Tage zuvor wurde in den USA vom Sender CBS die erste Fernsehserie ausgestrahlt: Die Wochenschau »The Wide World Review«. Der erste Programmdienst () in Deutschland sendet ab 1935 zunächst dreimal wöchentlich für je anderthalb Stunden. 1936 gibt es die ersten Fernsehübertragungen von Olympischen Spielen.

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07.07.1951 - Fernsehen wird bunt

In den USA beginnt mit der Ausstrahlung einer CBS-Show der Siegeszug des Farbfernsehens. Die Farbqualität lässt allerdings noch zu wünschen übrig. Ein erstes, wirtschaftlich erfolgloses Farbfernsehpatent hatte 1902 der deutsche Physiker Otto Romanaus von Bronk [*29.02.1872 Danzig - †05.08.1951 Berlin] erhalten.

1928 gelang dem Schotten John Logie Baird [*-†] die Ausstrahlung eines 30zeiligen Farbfernsehbilds. Während sich in den USA und Japan das vom National Television System Committee entwickelte NTSC-System durchsetzt, ist in Frankreich das 1958 von Henri de France erfundene Farbfernseh-System SECAM (séquentiel à mémoire) verbreitet.

Das u. a. in Deutschland übliche PAL-System (PAL = Phase Alternating Line) stellt 1961 Walter Bruch vor.

In der ehm. 'DDR' gab es bis 1989 das Farbsystem Secam. Grund war auch, das "DDR"-Bürger, das in der Bundesrepublik ausgestrahlte PAL-System nicht nutzen zu können. Der Bildschirm erschien schwarz-weiss.

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Fernsehstart in Deutschland (incl. BRD und DDR)

Fernsehen in Westdeutschland

Nachdem 1948 die britische Militärregierung eine entsprechende Genehmigung erteilt hatte, strahlte der NWDR im November 1950 Testprogramme aus.

Schöne Bescherung für die Bundesbürger: Am ersten Weihnachtstag - 25.12.1952 - nimmt der Nordwestdeutsche Rundfunk (NWDR) in Hamburg mit dem Fernseh-Spiel »Stille Nacht, heilige Nacht« in den Zentralen Hamburg, Köln und Berlin den regelmässigen Fernsehbetrieb auf; einen Tag später gehtPeter Frankenfeld mit einer Unterhaltungsshow auf Sendung.

Ebenfalls am 26.12.1952 wird erstmals die Tagesschau gesendet und liefert fortan zunächst dreimal wöchentlich bewegte Nachrichtenbilder ins Haus.

Die Geburtsstunde des deutschen Fernsehens erleben nur wenige Zuschauer, da bislang erst rund 4.000 Geräte zu einem für wenige erschwinglichen Stückpreis von 1.150 DM verkauft wurden.

Mit Rundfunkpionier Peter von Zahns [*29.01.1913 Chemnitz, DT - †26.07.2001 Hamburg, DT] "Bilder aus der Neuen Welt" nahm 1955 die kontinuierliche Auslandsberichterstattung im Deutschen Fernsehen ihren Anfang. Ende der 50er Jahre begann die ARD, ein eigenes Korrespondentennetz aufzubauen. 1963, als der "Weltspiegel" seine Sendungen begann, waren bereits in sieben Hauptstädten Europas, Asiens und Amerikas feste Korrespondenten etabliert.

Lehrer und Ärzte warnen vor schädlichen Einflüssen des Fernsehens auf Kinder lange vor der Diskussion über »Gewalt im Fernsehen«, die in den 70er und 80er Jahren geführt wird.

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"DDR"-Fernsehen

Am 21.12.1952 startete der DFF (Deutschen Fernsehfunk) in Berlin-Adlershof sein Versuchsprogramm. Damit war es auch die erste Fernsehausstrahlung nach dem zweiten Weltkrieg in Deutschland. [In der ehm. 'DDR' gab es bis 1989 das Farbsystem Secam]

Am 27.10.1968 startete das DFF mit "Du und Dein Garten" das beliebte Ratgebermagazin. Seit Beginn der Sendereihe mit einer Unterbrechung ihrer Moderation, Comeback ab 28.05.1993 bis Mai 2004 im damaligen ORB (RBB) moderierte Schauspielerin Erika Krause (*20.?.10.1924, Leipzig) ist eine der dienstältesten TV-Persönlichkeiten, die erste Quizmasterin im deutschen Fernsehen und DFF-Fernsehliebling sachkundig für das garteninteressierte Publikum. Die 100. Folge nach der Wende lief am 07.04.2002. 463 Folgen wurden bis zu diesem Zeitpunkt ausgestrahlt. 480 Folgen insgesamt. Seit 1953 wohnte sie in Markkleeberg bei Leipzig.

Das "Verkehrsmagazin" des DFF startete im Frühling 1966 seine Ausstrahlungen, die bis zum Ende 1991 fortdauerten. In der Ausgabe des "Verkehrsmagazins" wird an ein Auto sowjetischer Bauart erinnert, das in der DDR-Bevölkerung auf grosses Interesse stiess: der Moskwitsch. Die Sendung unterzog den robusten Wagen einer verkehrstechnischen Härteprüfung, die sich von Prüfungen ähnlicher Art in der heutigen Zeit wenig unterscheidet.

Das pädagogische Magazin "Elternsprechstunde" berichtet in seiner Ausgabe aus dem Jahre 1986 über die Erziehung zur Hilfsbereitschaft, über Taschenrechner für die Schule und über mögliche Schwierigkeiten, auf die Kinder in der Schule stossen können.

Das DFF-Magazin "Journal für Sie" richtete sich vornehmlich an die Familie und ging auf familienpolitische Fragestellungen ein, so wie sie sich Winter 1965 darstellten.

Alexander und die Frauen: In der Ratgebersendung werden Fragen der Kosmetik, Mode, Hauswirtschaft und der Kindererziehung behandelt - so wie die Fernsehmacher sich das im Jahre 1963 vorstellten.

1973: "Das unsichtbare Visier" war ein Stück DDR-Teledramatik der 70er Jahre im historischen Rückblick auf die 50er und 60er. (Inszeniert als Agenten-Thriller im internationalen Geheimdienstdschungel war es gemeint als ein überlegener Blick auf den "Klassenfeind" jenseits der deutsch-deutschen Grenze. Die Fernsehfilme als abenteuerliche Unterhaltung waren dabei klare Agitation. Zu Zeiten des Kalten Krieges war allerdings keine Seite frei davon - der glaubwürdige, sympathische Achim Detjen wie "James Bond" oder "Smiley" alias Alec Guiness als Chef des britischen Geheimdienstes. Unter dem Label "Das unsichtbare Visier" entstanden in den 70er Jahren insgesamt 15 Filme, davon neun Filme mit Armin Mueller-Stahl. Er wurde 1977 von Horst Schulze und später Gerry Wolf als "Chefkundschafter" abgelöst. Darsteller: Armin Mueller-Stahl (Achim Detjen), Albert Hetterle (Erich), Günter Grabbert (Dohmke), Giso Weißbach (Förster), Annekathrin Bürger (Silke), Micaela Kreißler (Uta), Thomas Langhoff (Kaiser)

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50 Jahre deutsches Kinderfernsehen
Sandmann & Co
"Lach mit, mach's nach, spuk besser"

Wie sagte schon Meister Nadelöhr Eckart Friedrichson *1930 - †1976: "Mach mit, mach's nach, mach's besser [gab es auch als Sportsendung (DFF) 27 Jahre lang von 1964 bis Dez. 1991, 333. Mal mit 'Adi' alias Gerhard Adolph - das ist für Kinder genau dasselbe, wie für Erwachsene ein Fussball-Länderspiel oder eine Eiskunstlaufweltmeisterschaft". Adi ist noch heute unterwegs in Schulen und bei Sportveranstaltungen. (Stand: September 2007)

Karsten Blumenthal *24.05.1968 [Stralsund] ist dem Erfolgsrezept der Sendung auf der Spur und zeigt dabei natürlich noch andere Shows des DDR-Kinderfernsehens wie "He, Du!" oder "mobil". Einer, der durch die Kinderrevuen aus dem Neuen Berliner Friedrichstadtpalast [Einweihung am 27.04.1984] und später durch das Fernsehen eine Legende wurde, war Clown Ferdinand [Jiri Vrstala, *31.07.1920 - †10.06.1999].

Nicht vergessen sollte Erika Radtke *31.05.1937 [Berlin] sein, die als Sprecherin des Jugendfernsehens seit 1957 auf dem Bildschirm zu sehen war. Sie ist die Schwester von Annemarie Brodhagen *1934, die von 1959-1990 zusammen mit Prof. Dr. Dr. Heinrich Dathe *1910 - 1991 den "Tierpark Teletreff" moderierte.

Insgesamt entstanden im DDR-Kinderfernsehen über 500 Fernsehfilme oder -spiele. Die Strassenfeger "Spuk im Hochhaus" [1982, DEFA, 7 Folgen] und "Spuk unterm Riesenrad" [1978, DEFA, 7 Folgen] gehörten ebenso dazu wie der Märchenfilm "Rapunzel" [1988, DEFA], "Singende klingende Bäumchen" [1957], die Filme "Karlchen durchhalten" [1979], "Abenteuer mit Blasius" [1975], der Gegenwartsfilm "Sprache der Vögel" [1991, DFF] zu den Schätzen.

Die Co-Produktion des Westdeutschen Rundfunk - WDR und Tschechoslowakischen Fernsehen "Pan Tau" [1966 bis 1988] gehört bis heute zu den "Kronjuwelen" und bekanntesten Sendereihen. Unter Regisseur Jindrich Polak *1926 - †2003 entstanden 1966 und 1969 bis 1978 insgesamt 34 Episoden sowie 6 Spielfilme (1970-1988). Pan-Tau-Darsteller Otto Simanek *1925 - †1992 wurde europaweit bei Gross und Klein ins Herz geschlossen. Jeder kennt ihn mit Anzug, Melone und Regenschirm (ähnlich bei der Serie "The Avengers" - dt. "Mit Schirm, Charme und Melone") und wenn er dann noch verschmitzt zwinkerte war alles in Ordnung.

::> mehr Sandmännchen

Mehr Märchenland auf www.nabalus.de

Spielplatz- und Geschichtenlieder

Heute geht es um die wahren Ohrwürmer des DDR-Kinderfernsehens. Angefangen hat alles mit "Bahnhof Puppenstadt" (mit z.B. Helga 'Häppchen' Piur) und als >Meister Nadelöhr einige Jahre später in seiner Schneiderstube die Elle schwang, war immer Stimmung angesagt. Besondere Freude bereitete den kleinen und grossen Zuschauer der "Liederspielplatz" im Sandmann. Über viele Jahre sangen Kindergartengruppen Lieder und spielten auf ihren Instrumenten dazu. Wer erinnert sich nicht an den Hit "Komm wir malen eine Sonne" mit Frank Schöbel [*11.12.1942, Leipzig-Stötteritz] oder die "Geschichtenlieder" von Reinhard Lakomy [*19.01.1946, Magdeburg - †23.03.2013 Berlin] oder an das wunderbare Lied von Gerhard Schöne [*10.01.1952 in Sachsen] "Jule wäscht sich nie"?

Karsten Blumenthal hat sie alle und eine kompetente Gesprächspartnerin hat er sich auch eingeladen: Angelika "Lütte" Mann [*13.06.1949].

Am 05.01.1983 bis 1991 ging 'Ellentie' (Ellen Tiedtke *16.03.1930, Bischofsburg/Ostpreussen  ) auf den TV-Schirm. Sie war Moderatorin und die lustige Figur "Picke Puck", wo die Kinder lachen, singen und basteln konnten. Ellen ist auch beim Film als Schauspielerin (u.a. 'Die Verlobte') bekannt geworden.


Zu Besuch im Märchenland
Die Stars der "DDR"-Kinder am Sonntag:

- Professor Flimmrich [Walter Eberhardt Fuß *24.05.1921 - †01.04.1996 : seit 14.09.1959 bis 1980 auf Sendung und musste seine TV-Arbeit aus gesundheitlichen Gründen beenden]

- Meister Nadelöhr [seit 23.11.1955 , Eckart Friedrichson *14.01.1930 - †07.06.1976 (Herzinfarkt!)] mit seinem Kanarienvogel Zwirnchen sowie als Besucher Kater Mauz, Häschen Hoppel, Frau Elster und Herr Fuchs

- Meister Briefmarke [seit 1955, Heino Winkler *22.04.1912 Reppen - †18.11.1964 Berlin]

und die Figuren: Bär Brummi (später 'Mischka' gesprochen von Harald Preuß - wegen Ausreiseantrag entlassen) ; Borstel, Struppi und Frau Elster [gesprochen von Heinz Fülfe] sowie Schnatterinchen [seit 1953, gesprochen von Friedgard Kurze, die leider heute auf einem Auge blind geworden ist (2007)] ; Pittiplatsch, Onkel Uhu und Herr Fuchs [gesprochen von Heinz Schröder] - sie alle gehörten neben vielen anderen zum Märchenwald-Ensemble. "Zu Besuch im Märchenland" spielte sich schon nach kurzer Zeit in die Herzen vieler kleinen und grossen Fernsehzuschauer. Noch heute gibt es immer wieder Zuschauerwünsche nach Wiederholungen.

+Heinz Fülfe *1920 [Freiberg, DT] - †05.12.1994 [DT]

Ab 23.01.1955 begann das regelmässige Kinderprogramm des DFF und am Sonntagvormittag machten Taddeus Punkt und sein Hund Struppi, sowie die Figuren Flax und Krümel, Frau Elster den Kindern Spass - es wurde gezeichnet und Fragen beantwortet / Heinz Fülfe lebte zusammen mit seiner Frau Ingeburg in Berlin und auf der Pirnaer 'Festung Königstein'. Ferienwohnung "Rüdiger" hier (Der Name Werner Fülfe bzw. Heinz Felfe (SS-Mann) ist im Web auch zu finden, ist aber ein Schreibfehler zur Person Heinz Fülfe.)

++ Heinz Schröder (Puppenspieler: Pittiplatsch (seit 1962), Buddelflink, Herr Uhu, Frau Igel und Herr Fuchs) geb. 24.04.1928 [Berlin] - gest. 22.04.2009 [Krankenhaus in Rüdersdorf bei Berlin], Beisetzung in Schöneiche (Brandenburg, DT)

Seit 1952 war Heinz Schröder mit seiner Frau Christel (73=2009) verheiratet. Drei Kinder. Die Familie lebt in Schöneiche bei Berlin (Stand: 2002). Lehre als technischer Zeichner. Von 1953 bis 1957 Puppentheater an der Wuhlheide. 1957 bis zur Abwicklung des DDR-Fernsehens Puppenspieler beim DFF. Seine Agentur befindet sich in Madgeburg. 1993-2009 reiste er mit der von ihm gegründeten "Pittiplatsch-Ensemble" auf Deutschland-Tour. Heinz Schröder war einer der Gründerväter des "Märchenlandes".


Sesamstrasse (Westdeutschland), ein Import aus Amerika
Moderatoren u.a.: Lilo Pulver, Manfred Krug, Henning Venske

demnächst dazu mehr...

ndr.de/.../sesamstrasse sesamstrasse-live.de daserste.de


Das Sandmännchen in Ost und West
Die lange Nacht des Sandmanns

-> Sendung vom Samstag, 30.11.2002, 23:55 Uhr MDR 360 Min.
"40 Hits aus 40 Jahren"

"Sandmann, lieber Sandmann, es ist noch nicht soweit ...": Wenn dieses Lied ertönt, sitzen allabendlich über 1,5 Mio. Kinder gespannt vor dem Fernseher. Den Sandmann kennt jeder. Jeden Abend kommt er via Bildschirm zu den jüngsten Zuschauern und schaut sich gemeinsam mit ihnen die Gute-Nacht-Geschichte an. Ein Ritual mit Tradition, denn unser Sandmann wurde am 22. November 1999 auf den Tag genau schon 40 Jahre alt (22.11.1959, DFF). Und das musste natürlich gefeiert werden!

"40 Hits aus 40 Jahren"
ist eine Zeitreise durch die Entwicklungsgeschichte des kleinen Mannes mit der Zipfelmütze von seinen Anfängen, als er noch an der Hausecke einschlief, bis heute, wo er sogar im Internet seine eigene
Homepage hat. Doch was wäre der Ost-Sandmann ohne seinen "Vater" Gerhard Behrendt. Er hat ihn erfunden und ihm das Laufen beigebracht. Natürlich darf auch ein Blick in den Fuhrpark nicht fehlen, denn dank Harald Serowski stellen Kinder die allabendliche Frage "Womit kommt er denn heute?" Beide kommen zu Wort und haben viel zu erzählen. Eingebettet in alte und neue Sandmann-Geschichten wird es eine Zeitreise durch 40 Jahre deutsche Kinderfernsehgeschichte geben. Und die ist so spannend, dass trotz des vielen Traumsands, der während der "Langen Nacht des Sandmanns" verstreut wird, ganz bestimmt niemand einschlafen wird!

"Das Sandmännchen ist da"

Früher gab es zwei Sandmännchen, die die Kinder ins Bett brachten: ein Sandmännchen für die Kinder in der ehemaligen "DDR" und ein Sandmännchen für die Kinder in der Bundesrepublik.

Die Idee zu einem (West-)Fernseh-Sandmann hatte Anfang 1959 Ilse Obrig [*21.02.1908 Elberfeld - †03.10.1978 West-Berlin] vom SFB. Zuvor in den Nachkriegsjahren gab es im Hörfunk beider deutscher Staaten Gute-Nacht-Geschichten und -Lieder, unter anderem die "Gutenachtgruss-Eltern" vom Norddeutschen Rundfunk. Ilse Obrig entwickelte gemeinsam mit der Puppengestalterin und Autorin Johanna Schüppel eine einfache kleine Handpuppe mit wachen Augen, die in einem romantischen Heidehaus lebte. Die Erkennungsmelodie stammte von Max Specht.


Der 'Ost'-Sandmann (bis Mitte der 70 Jahre)Noch bevor "Sandmännchens Gruss für Kinder" am 01. Dezember 1959 auf dem Bildschirm erschien, sendete der DFF am 22. November "Unser Sandmännchen". Die Fernsehmacher in Adlershof hatten von der Entwicklung eines West-Sandmännchens erfahren und produzierten mit aufwendiger Tricktechnik die erste Folge des Ost-Sandmännchens.


Die animierte Gelenkpuppe schuf Gerhard Behrendt [*03.04.1929, Potsdam - †26.09.2006, Berlin ; "Sandmann-Vater"], Wolfgang Richter [*1927 - 22.05.2004] komponierte das Sandmann-Lied und Harald Serowski [*07.10.1929 - †09.11.2005 Berlin] entwarf die Sandmann-Fahrzeuge (200 Fahrzeuge, 1.000 Szenenbilder).

Im Sommer 1960 nahm ihr Erfinder an der Puppe einige Veränderungen vor und gestaltete das Sandmännchen in seiner endgültigen Form mit dem bis heute typischen Bart.

Bekannte Figuren des DDR-Kinderfernsehen erzählten Gute-Nacht-Geschichten: Meister Nadelöhr ; Taddeus Punkt ; Frau Puppendoktor Pille: vor 1969 mit Helga Labudda *27.05.1935, [Zschornewitz] - †20.04.2014 [Berlin] und Angela Brunner [*12.01.1931, Berlin] - 17.06.2011 [Kleinmachnow] sowie 1969-1988 mit Urte Blankenstein [*1944] ; Herr Fuchs und Frau Elster, Mautz und Hoppel, Borstel und Onkel Uhu, Bärbel und Pünktchen, sowie Annemarie und Brummel.


Westsandmännchen
... nun lieber Kinder, gebt fein acht, ich habe Euch mitgebracht:

SandmannBis dann am 29.10.1962 der Inbegriff des West-Sandmanns "Das Sandmännchen auf der Wolke", eine Kreation von Herbert K. Schulz, auf den Fernsehkanälen von NDR, SFB und HR erschien.

Die Produktionen wurden von Helga Mauersberger vom Norddeutschen Werbefernsehen betreut. Die in bester Trickfilm-Tradition gestaltete Puppe wurde von Rosemarie Küssner (Schulz) animiert. Das Lied wurde von Kurt Drabek komponiert, Text von Helga Mauersberger. Bis zu seinem Tod im Jahre 1985 produzierte Herbert K. Schulz mit seiner Fima „cinetrick“ 77 Sandmann-Folgen und ca. 1.500 Filme für die Gute-Nacht-Geschichten.

Längere Serien waren unter anderem „Käpt’n Smoky“ (1963-68, 112 Folgen) und die „Wawuschels“ (1969-73, 82 Folgen). Namhafte Autoren wie Janosch und James Krüss und Schauspieler wie Uwe Friedrichsen (Cowboy Jim) und Cornelia Froboess (Trixi Löwenstark) arbeiteten für das Sandmännchen. Die Augsburger Puppenkiste brachte bis zu 800 Folgen verschiedenster Serien ein.

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Das SFB-Sandmännchen [SFB=Sender Freies Berlin, Berlin-West] wurde mit ca. 80 verschiedenen Vor- und Abspännen bis zum 30.04.1962 gesendet. Ab 1961 war es auch im NDR zu sehen. Es folgten 13 Sendungen mit einer animierten Puppe, die von Werner Pfäffinger im Auftrag des NDR gedreht wurden.


Abb. Piggeldy und FrederickKultserien in der damaligen Bundesrepublik waren die Sandmännchen-Geschichten "Hilde, Teddy und Puppi" mit Hilde Nocker (1965) und in den Siebzigern und Achtzigern "Piggeldy und Frederick" (Elke und Dietrich Loewe) und "Der Tierbabysitter" (Ludvik Askenazy, Helme Heine).

Ab Anfang der achtziger Jahre wurden unter der Leitung von Arno Alexander vom NDR von verschiedenen Künstlern (unter anderem Armin Lange, Dietrich Loewe, Raymond Postulath, Alexander Zapletal) neue Vorspänne für das Sandmännchen entwickelt. Am 31.03.1989 wurde die Sendung im Zuge einer veränderten Struktur des NDR-Vorabendprogramms eingestellt.

Viele seiner Geschichten haben jedoch überlebt und werden heute vom gesamtdeutschen Sandmännchen erzählt, das seit 1992 unter Federführung des ORB vom NDR, MDR und SFB produziert wird.

Als literarische Figur ist der Schlafbringer schon einige hundert Jahre alt. Bereits in den Volkssagen des 18. Jahrhunderts schickte der Sandmann die Kinder ins Bett. Und nicht immer war er so freundlich wie jetzt. Als Bösewicht beschrieb ihn der Schriftsteller E.T.A. Hoffmann in seiner Erzählung „Der Sandmann“ von 1815. Und statt Sand sprühte er den Kindern auch schon mal süsse Milch in die Augen, als „Ole Luköje (Ole Augenschließer), wie ihn der dänische Dichter Hans Christian Andersen 1841 nannte.


Das heutige Sandmännchen

SandmännchenDas heutige Sandmännchen wird vom Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg (ORB, heute RBB) im Filmpark Babelsberg in Potsdam produziert. Dort kann man auch - nach Anmeldung - zusehen, wie das Sandmännchen laufen lernt und wie es im richtigen Licht erscheint.

Ausserdem gibt es eine Sandmann-Ausstellung mit den schönsten Szenerien und vielen beliebten Figuren aus den Gute-Nacht-Geschichten. Und natürlich auch einen Fan-Shop, in dem die Figuren, Bücher und Videos erworben werden können.

Mehr Märchenland auf www.nabalus.de
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