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RUBRIK ::: EREIGNISSE DER GESCHICHTE

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UpDate: 11.01.2017

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EREIGNISSE DER GESCHICHTE
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Träume der Menschheit erfüllt

Zwei uralte Träume der Menschheit haben sich im 20. Jahrhundert erfüllt: Die Vision vom Fliegen und die Idee, die Erde zur Eroberung des Weltraums verlassen zu können. Zwar ist heute die Reise per Flugzeug für Millionen Menschen selbstverständlich. Doch hat nach der Eisenbahn in erster Linie das Auto zum Ende dieses Jahrtausends die Mobilität der Massen revolutioniert.

Über 1OO Jahre liegen zwischen dem ersten gesteuerten, zwölf Sekunden langen Motorflug der Gebrüder Wright (1903) und dem Baubeginn für eine ständige Internationale Raumstation. Dazwischen lieferten sich vor allem Amerikaner und Russen einen beispiellosen Wettlauf: 1961 brachten die Sowjets mit Juri Gagarin den ersten Menschen in eine Erdumlaufbahn; der Amerikaner Neil Armstrong setzte als erster Mensch 1969 einen Fuss auf den Mond.

Von 1971 an experimentierten die Sowjets mit länger bemannten Raumstationen; die USA schickten 1981 die erste wieder verwendbare Raumfähre auf den Flug ins All. Und zwei Jahre vor dem Ende des Jahrhunderts wurden die ersten Teile einer riesigen internationalen Station in den Orbit gebracht, an der sich neben den ehemals verfeindeten Amerikanern und Russen zwölf weitere Nationen beteiligen - darunter auch Deutschland. Sie soll bis 2004 fertig sein.

Deutsche Wissenschaftler und Konstrukteure hatten besonders in der ersten Hälfte des Jahrhunderts grossen Anteil an dieser Entwicklung: Hugo Junkers baute 1915 das erste ganz aus Metall bestehende Flugzeug. Wernher von Braun und seine Mitarbeiter liessen am 03.10.1942 die Rakete von Peenemünde auf der Ostseeinsel Usedom in den Himmel donnern - die "V 2" war Vorläuferin aller Weltraum-Raketen.

Wagemutige, Abenteurer und Besessene hatten die Luftfahrt schon vor dem Zweiten Weltkrieg weit vorangetrieben und liessen sich auch nicht von Unfällen und Katastrophen wie die Explosion des Luftschiffes "Hindenburg" 1937 in Lakehurst bei New York zurückhalten. Zu den Tollkühnen zählte der Amerikaner Charles Lindbergh, der am 21. Mai 1927 mit seiner einmotorigen "Spirit of St. Louis" als Erster allein und Non Stopp den Atlantik überquerte.

In der Raumfahrt entwickelten nach 1945 die Rivalen des Kalten Krieges zielstrebig die Rakete für das Militär und die zivile Nutzung weiter. Die Sowjetunion hatte bei dem Wettrennen ins All zunächst die Nase vorn. Am 5. Oktober 1957 brachte eine zweistufige Rakete erstmals einen Flugkörper (Sputnik 1) in eine Erdumlaufbahn. Wenig später gelang den Sowjets ein weiterer Coup: Major Gagarin umrundete am 12. April 1961 die Erde mit einem Raumschiff (Wostok 1).

Die Amerikaner gewannen den Wettlauf zum Mond: Nach der ersten Landung am 20. Juli 1969 sammelten dort bis Ende 1972 noch fünf Mal Astronauten Steine und Staub. Daneben gab es aber auch tödliche Fehlschläge. Mehr als 400 Astronauten und Kosmonauten nahmen an Missionen teil - 14 Raumfahrer starben. Die beiden Nationen liessen auch unzählige unbemannte Sonden in das Sonnensystem ausschwärmen. Zudem umspannt jetzt ein Netz von Satelliten die Erde. Einige richten ihre forschenden Blicke bis an den "Rand des Universums".

Zum Jahrhundertwechsel werden zwei Sonden der US-Weltraumbehörde (NASA) - die "Pioneer" und die "Voyager" - unser Sonnensystem verlassen. Sie sollen möglichen Ausserirdischen Kunde von der Existenz der Menschen bringen. Der nächste Nachbar der Sonne, Proxima Ventauri, ist dabei "nur" vier Lichtjahre oder 38 Billionen Kilometer oder 80.000 Reisejahre für die irdischen Sendboten entfernt.

Auch die Deutschen suchen das Weite - auf ihre Weise. Legten sie um die Jahrhundertwende pro Kopf noch im Durchschnitt rund 1.200 Kilometer im Jahr zurück, werden es im Jahr 2000 etwa 13.000 Kilometer sein - 80 Prozent davon mit dem Auto. Die Gründe: Wege zur Arbeit, zum Einkauf, zu Freizeitvergnügen oder zu Besuchen.

Die moderne Mobilitätsgeschichte begann Ende des 19. Jahrhunderts mit dem Ausgreifen der Städte ins Umland. Vor dem Ersten Weltkrieg hatte die Eisenbahn ihre Blütezeit. Um 1920 gewann das Auto in Deutschland an Bedeutung. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfuhr es seinen Durchbruch. Mit der Liberalisierung des Luftverkehrs Ende der 80er Jahre gingen die Ticketpreise für Linienflüge in den Keller. Entsprechend nahm die Begeisterung der Privatreisenden für das Fliegen zu. Für den Umwelt- und Klimaschutz ist diese Entwicklung fatal. Autos und Flugverkehr tragen erheblich zur Produktion von Treibhausgasen bei.

1.000 Jahre Kultur: Das ist der Weg aus dicken Klostermauern zum globalen Internet. Ein markanter Markstein ist Johannes Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks um 1450. Auf einer Liste mit den weltweit 1.000 wichtigsten Männern und Frauen des zu Ende gehenden Jahrtausends steht sein Name an erster Stelle. Martin Luther haben die US-Forscher, die die Liste erstellten, auf Platz Drei gesetzt. Luther brachte die Reformation ins Rollen und übersetzte die Bibel aus dem Latein ins Deutsche. Beide Männer stehen für die revolutionären Veränderungen in der Verbreitung von Wissen und Literatur im zweiten Jahrtausend nach Christus.

"Etwa bis zum 14. Jahrhundert war der Besitz des Wissens in erster Linie in den Händen der Klöster", erklärt der Mainzer Buchhistoriker Stephan Füssel. Ausserhalb der Klostermauern hätten ohnehin nur wenige etwas mit den auf Latein geschriebenen Büchern anfangen können: Bis etwa 1400 konnte nur etwa jeder Hundertste in Deutschland lesen. Erst mit der Gründung der ersten Universitäten - Paris machte im 12. Jahrhundert den Anfang - wurde theologische, philosophische und juristische Bildung auch Menschen zugänglich, die nicht dem Klerus angehörten. Der "erste ganz grosse Medienwechsel" setzte um 1423 ein: Aus diesem Jahr stammt der älteste erhaltene Holzschnitt.

Im 15. Jahrhundert erfassten dann die Ideen des Humanismus Deutschland. Die Humanisten gingen von der Bildungsfähigkeit des Menschen aus und entdeckten die Schriften der Antike neu. Zur gleichen Zeit gelang es Gutenberg, mit einzeln gegossenen, wieder verwendbaren Lettern und seiner Druckpresse grosse Auflagen von Publikationen schnell herzustellen. Der Buchdruck förderte die von Martin Luther 1517 angestossene Reformation entscheidend. "Die Gutenberg'sche Erfindung ist die Erfindung der Massenkommunikation", sagt Füssel. Auf die frühen gedruckten Nachrichten- und Flugblätter gehen die heutigen Zeitungen zurück.

Die Renaissance und Antikenbegeisterung wirkten sich auch auf die Bildende Kunst aus. Erste Sammlungen "heidnischer" Skulpturen entstanden. Literatur auf die Bühne zu bringen und zugleich zum Volkstheater erster Güte zu machen, dieses Verdienst kam Ende des 16. Jahrhunderts William Shakespeare zu. Konkurrentin war die in Italien aus der Taufe gehobene Oper. Bereits 1607 brachte Claudio Monteverdi sein erstes Bühnenwerk, in dem Text, Musik und Handlung in eine stimmige Form gegossen werden, auf die Bühne: "Orfeo".

Eine "Lese-Revolution", die erstmals breite Bevölkerungsschichten umfasste, löste die Aufklärung im 18. Jahrhundert aus. Die Zahl der Neuerscheinungen stieg rasant, ebenso die Lesefähigkeit - um 1800 konnten rund 80 Prozent der Deutschen lesen. Die allgemeine Volksschule breitete sich aus.

Die technischen Erfindungen des 19. Jahrhunderts - allen voran Schnellpresse, Rotationsdruck, Telegrafie und Telefon - ermöglichen die Nachrichtenübermittlung rund um den Globus. Zeitgleich wurde die Fotografie zur bahnbrechenden Errungenschaft der bildlichen Medien: Sie erlaubte Reproduktion und öffnete somit auch visuell die Tore zur Moderne und zur Massenkultur wie Kino, Radio und Fernsehen. Das Medium Fernsehen brachte dem Menschen des 20. Jahrhunderts die Welt per Knopfdruck ins Wohnzimmer. In Deutschland verbringt heute jeder inzwischen rund drei Stunden täglich vor dem Bildschirm. Zudem machen moderne Tonträger die Musik jedem Liebhaber zugänglich.

Die digitale Revolution, die mit den ersten Computern Ende der 60er Jahre einsetze, schreibt die Entwicklung fort. Via Internet wird die Vernetzung global, der Zugriff auf Informationen international. Das Internet, das inzwischen aus rund 30 Millionen Rechnern besteht, ist von ähnlich revolutionärer Bedeutung wie Gutenbergs Erfindung vor 550 Jahren. Nach Einschätzung von Füssel wird sich das weltweite Datennetz als Medium für die schnelle Information durchsetzen.

Er beherrscht ganze Konzerne, leitet Autofahrer aus dem Stau, gehört zu den liebsten Spielkameraden von Kindern und knackt selbst die schwierigsten Rechenaufgaben. Der heimliche Held des 20. Jahrhunderts hat einen Namen: Der Computer. Wenige andere Erfindungen haben das zu Ende gehende Jahrhundert so sehr beherrscht und den Alltag der Menschen so weit reichend verändert.

Der deutsche Ingenieur Konrad Zuse entwickelte 1941 den ersten vollautomatischen, frei programmierbaren Computer der Welt. Zuses Z3 hatte eine Speicherkapazität von 64 Wörtern und konnte in drei Sekunden Multiplizieren, Dividieren oder Quadratwurzeln ziehen. Parallel zu Zuse entwarf der amerikanische Physiker John Atanasoff den ersten digitalen elektronischen Computer. Spätestens mit dem Erfolg des Rechners ENIAC, mit dem das US-Militär 1945 verschlüsselte Meldungen der deutschen Wehrmacht dechiffrierte, wurde der Computer ernst genommen.

Rechner der zweiten Computer-Generation von 1955 an enthielten Vakuumröhren und die ersten Transistoren. Die Daten wurden bei diesen Geräten nicht mehr auf Lochstreifen gespeichert, sondern auf Magnetplatten. IBM war Mitte der 60er Jahre Vorreiter bei der Entwicklung der dritten Computer-Generation, die erstmals integrierte Schaltkreise nutzte. Damit konnten die Ingenieure den Computer besser an bestimmte Aufgaben anpassen als noch mit Röhren und Transistoren. Ausserdem schrumpfte die Grösse der Rechner dramatisch, während gleichzeitig die Zuverlässigkeit deutlich zunahm.

Mitte der 70er Jahre begründeten Computer-Freaks aus dem Westen der USA eine neue, vierte Generation. Steven Jobs und Steve Wozniak gründeten 1976 Apple Computer und brachten den ersten persönlichen Computer (PC) mit einem Mikroprozessor auf den Markt.

Angestachelt von dem Erfolg der Kalifornier stieg IBM 1981 in das PC-Geschäft ein und rollte den Markt mit Hilfe von Microsoft und Intel von hinten auf. Als IBM-Partner stieg Intel zum weltgrössten Chip-Produzenten auf. Und der schmächtige Schüler Bill Gates von einst entwickelte sich mit seiner Vision von "einem PC in jedem Haushalt" in den achtziger und neunziger Jahren zur wichtigsten - und reichsten - Computer-Persönlichkeit der Welt.

Der Chip steckt aber inzwischen längst nicht mehr nur in den Computern: Auch Waschmaschinen, Autos, Fernseher werden vom Chip gesteuert. Ohne Mikroprozessoren gäbe es keine Handys, Airbags oder Mikrowellengeräte.

Der Computer-Boom der 90er Jahre kennt keine Grenzen: Erstmals wird die Informationstechnik und Telekommunikation im letzten Jahr dieses Jahrhunderts in Deutschland mit mehr als 100 Milliarden Euro Umsatz den Automobilmarkt überholen. Gebremst wird diese Entwicklung nur vom Mangel an Personal.

Einen neuen Schub erfuhr die Computerindustrie Anfang der 90er Jahre, als das Computernetzwerk Internet durch grafische Benutzerprogramme für ein Massenpublikum interessant wurde. Was einst für militärische und wissenschaftliche Zwecke entworfen wurde, entwickelte sich innerhalb weniger Jahre zum weltweiten Kommunikationsnetz für Millionen Nutzer. In der virtuellen Welt treffen sie sich zum Plaudern mit anderen, erledigen Einkäufe oder Bankgeschäfte vom Sofa aus oder schreiben E-Mails an Freunde in aller Welt.

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