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RUBRIK ::: KATASTROPHEN

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UpDate: 10.01.2017

HOME>THEMEN >KATATROPHEN
 
INHALT
LUFTFAHRT Flugzeugunglücke (1977-2001)
-Abstürze auf bewohntes Gebiet
-Flugsicherheit der Airlines
BAUWERKE Tunnelunglücke
11.09.2001 - New York
NATUR Erdbeben (525 n.Chr. - 2002 n.Chr.)
SCHIFFFAHRT & U-Boote Titanic (1912)
Kursk [russ. U-Boot] (2000)
NEWS - DIE CONCORDE-FLÜGE WERDEN EINGESTELLT (10.04.2003)

Die französische Fluggesellschaft Air France kündigte am Donnerstag in Paris an, ihre Flüge mit dem Überschalljet zum 01. November 2003 endgültig einzustellen.

British Airways teilte zeitgleich in London mit, ihre Concorde-Maschinen würden Ende Oktober aus dem Betrieb genommen.

 

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Die schwersten Flugzeugunglücke seit 1977-2000

Frankfurt/Main (AP) In den vergangenen Jahren haben sich in der Zivilluftfahrt zahlreiche Unfälle mit vielen Todesopfern ereignet. Die folgende Chronik gibt die Ereignisse seit 1991 wieder:

27. März 1977
- PanAm und KML, Teneriffa, 583 Tote beim Crash zweier Urlaubs-Jets.

28. November 1979
- Air New Zealand, Antarktis, 257 Tote. Pilotenfehler, Höhe falsch eingeschätzt

25. Mai 1979
- American Airlines, Chicago, 271 Tote. Ausfall des linken Triebwerks

19. August 1980
- Saudia, Saudi-Arabien, 301 Tote. Feuer im Laderaum einer Lockheed Tristar

01. September 1983
- Korean Air Lines, Okhotsk See, 269 Tote. Raketen-Ab-Abschuss durch die Russen.

23. Juni 1985
- Air India, Atlantischer Ozean. 329 Tote. Der Jumbo explodierte.

12. August 1985
- Japan Air Lines, Tokio. 524 Tote. Die Instrumente der Boeing 747 fielen aus.

21. Dezember 1988
- PanAm, Lockerbie. 259 Tote, Bombe explodierte im Frachtraum.

03. Juli 1988
- Iran Air, Iran. 290 Tote nach versehentlichem Abschuss der Maschine.

26. Mai 1991
- Thailand: Eine Boeing 767-300 der Lauda Air (Besitzer: Niki Lauda *22.02.1949) stürzt bei Bangkok ab. 223 Insassen sterben.

11. Juli 1991
- Saudi-Arabien: Beim Absturz einer DC-8 nahe Dschidda kommen alle 262 Menschen an Bord ums Leben.

Seit 1994 bis Juli 2000 haben sich 22 schwere Flugzeugunfälle in der Zivilluftfahrt ereignet, bei denen 3.498 Menschen ums Leben kamen.

26. April 1994
- Japan: Ein Airbus A300-600 berührt bei der Landung in der japanischen Stadt Nagoya mit einer Tragfläche die Rollbahn und geht in Flammen auf. Von den 271 Menschen an Bord sterben 264.

08. September 1994
- Eine Boeing 737 der USAir stürzt beim Landeanflug über Pittsburgh ab. 131 Tote.

20. Dezember 1995
- Eine Boeing 757 der amerikanischen Fluggesellschaft American Airlines zerschellt beim Landeanflug auf das kolumbianische Cali. Als Ursache wird Versagen des Piloten vermutet. 160 Tote.

07. Februar 1996
- Eine Boeing 757 der dominikanischen Fluggesellschaft Alas Nacionales mit 189 Menschen an Bord stürzt auf dem Weg nach Deutschland vor der dominikanischen Küste ins Meer. Nicht alle Opfer können geborgen werden.

11. Mai 1996
- Eine Maschine des Typs DC-9 der amerikanischen Fluggesellschaft ValuJet stürzt in den Everglades-Sümpfen ab. Alle 110 Menschen an Bord kommen ums Leben.

17. Juli 1996
- Eine Boeing 747-100 der amerikanischen Fluggesellschaft TWA explodiert kurz nach dem Start in New York. Alle 229 Menschen an Bord kommen ums Leben.

07. November 1996
- Eine Boeing 727 der nigerianischen Fluggesellschaft Aviation Development stürzt brennend in ein Sumpfgebiet in der Nähe von Lagos. 143 Tote.

29. August 1996
- Eine russische Tupolew 154 stürzt auf Spitzbergen in einen Berg. 141 Tote.

12. November 1996
- Bei Chakhi Dadri (nordindischer Bundesstaat Haryana) prallen in etwa 4.000 Metern Höhe eine Boeing 747-100 der Saudi Airways und eine kasachische Frachtmaschine Iljuschin Il-76 zusammen. 349 Tote.
- andere Angaben: Saudia und KML, in Neu Delhi 359 Tote beim Crash zweier Maschinen.

05. August 1997
- Eine Boeing 747 der Fluggesellschaft Korean Air stürzt kurz vor der Landung auf der zu den USA gehörenden Pazifikinsel Guam ab. An Bord befanden sich mindestens 231 Menschen.

26. September 1997
- Ein Airbus A-300-B4 der indonesischen Airline Garuda mit 222 Passagieren und zwölf Besatzungsmitgliedern an Bord stürzt beim Landeanflug über der von einer Smogkatastrophe heimgesuchten Insel Nord-Sumatra ab. 236 Tote. Niemand überlebt.

19. Dezember 1997
- Auf dem Flug von Jakarta nach Singapur stürzt eine Boeing 737-300 der singapurischen Fluggesellschaft Silk Air in den Fluss Musi an der Küste Sumatras. 104 Tote.

02. Februar 1998
- Eine Maschine der philippinischen Fluggesellschaft Cebu Pacific Airlines vom Typ DC-9 prallt gegen einen Berg auf der Insel Mindanao, weil der Pilot beim Landeanflug 800 Meter zu niedrig fliegt. 104 Tote.

16. Februar 1998
- Ein taiwanischer Airbus A-300-600R werden in Taipeh 202 Menschen getötet. Die Maschine setzte beim Landeanflug (bei Nebel) in Taipeh wenige Meter vor der Landebahn auf dem Boden auf, ging in Flammen auf und raste dann in mehrere zweigeschossige Häuser.

02. September 1998
- Vor der kanadischen Ostküste stürzt eine MD-11 der Schweizer Fluggesellschaft Swiss-Air auf dem Linienflug New York-Genf ins Meer. Der Pilot hatte Rauch im Cockpit gemeldet und vergeblich versucht, in Halifax notzulanden. 229 Tote.

11. Dezember 1998
- Ein thailändischer Airbus mit 146 Menschen an Bord stürzt bei Sturm und Regen kurz vor der Landung im Süden Thailands ab. 101 Passagiere kommen ums Leben. 45 weitere Personen werden zum Teil schwer verletzt.

24. Februar 1999
- Beim Absturz einer Verkehrsmaschine der Fluggesellschaft China Southwest Airlines kommen im Südosten Chinas alle 61 Menschen an Bord ums Leben. Die mit 50 Passagieren und 11 Besatzungsmitgliedern besetzte Tupolew 154 stürzt nahe der Stadt Whenzou in der Küstenprovinz Zhejiang in ein Feld und explodiert.

31. Oktober 1999
- Vor der Küste des US-Staates Massachusetts (Ostküste) stürzt eine Boeing 767 der ägyptischen Gesellschaft Egypt Air mit 217 Menschen an Bord ab.

30. Januar 2000
- Ein mit 179 Menschen besetztes kenianisches Verkehrsflugzeug vom Typ Airbus A-310-Jet der Kenya Airways stürzt nach dem Start in Abidjan in der westafrikanischen Republik Elfenbeinküste in den Atlantik. Mindestens zehn Menschen überleben, 120 werden tot geborgen. 49 Passagiere gelten als vermisst. Für 169 Menschen gibt es keine Rettung mehr.

31. Januar 2000
- Eine Maschine vom Typ MD-83 der Fluggesellschaft Alaska Airlines stürzt mit 88 Menschen an Bord rund 65 Kilometer vor Los Angeles ab. Dort wollte der Pilot wegen technischer Probleme zu einer Notlandung ansetzen.

19. April 2000
- Ein Passagierflugzeug vom Typ Boeing 737-200 der Fluggesellschaft Air Philippines stürzt auf einem Inlandsflug in der Nähe der südlichen Stadt DAvo (auf der Insel Samal, 900 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila) ab. Alle 131 Menschen an Bord kommen ums Leben.

16. Juli 2000
- Ein Passagierflugzeug vom Typ Boeing 737 mit 58 Menschen an Bord gerät in Ostindien beim Landeanflug auf die Stadt Patna in Brand und stürzt auf zwei Häuser. An Bord der Maschine und am Boden kommen knapp 60 Menschen ums Leben.

17. Juli 2000
Indien
- Eine Boeing 737-200 der indischen Gesellschaft Alliance Air stürzt beim Landeanflug auf das Dorf Gardanibag nahe des Flughafens von Patna im Osten Indiens. 55 (a.A. 57) Menschen kamen ums Leben.

25. Juli 2000 16:45 Uhr (offiz. Absturzzeit)
25.07.2000 - Absturz Concorde Flug AF 4590-Die Maschine stürzte in einen Teil des Hotelkomplex-Kurz vor dem Crash durch einem Amateurfotografen aufgenommen
(AP photo/Christophe Ena)                                (Photo: AP www.ticker.de)       (Photo Reuters)
- Ein Überschall-Passagierflugzeug vom Typ Concorde stürzt kurz nach dem Start auf ein Hotel in der Ortschaft Gonesse nördlich von Paris ab. An Bord befanden sich als 109 Passagiere. Unter den Passagieren der abgestürzten Concorde befanden sich nach Angaben der Fluglinie Air France 96 Deutsche sowie zwei Dänen, ein Österreicher und ein Amerikaner.
Ausserdem sind 4 Personen aus dem zerstörten Hotel vermutlich tot. Air France teilte mit, die Maschine habe sich seit dem 23. Oktober 1980 im Besitz der Fluggesellschaft befunden und seitdem 12.000 Flugstunden absolviert. Sie sei regelmäßig gewartet worden, zuletzt erst am Freitag. Die Fluggesellschaft leitete eine Untersuchung über die Unglücksursache ein.

Flug AF-4590 war voll ausgelastet und mit rund 100 Tonnen Kerosin "randvoll" betankt. 185 Tonnen - maximales Startgewicht. Um 16.44 Uhr ließ der Flugkapitän die Bremsen los und zündete die Nachbrenner.

23. August 2000
Beim Absturz eines Airbus 320 der Fluglinie Gulf Air sind alle 143 Insassen umgekommen. Am Donnerstag (24.08.) wurden vor der Nordküste Bahrains sämtliche Leichen aus dem Wrack geborgen, wie die Behörden mitteilten. Das Flugzeug war von Kairo kommend am Mittwoch (23.08.) aus bislang unbekannter Ursache beim Landeanflug vier bis sechs Kilometer vor der Küste ins Meer gestürzt.

Die Behörden des Emirats am Persischen Golf teilten mit, beide so genannten Black Boxes der Maschine seien bereits aus den Trümmern geborgen worden. Das Flugaufzeichnungsgerät und der Stimmrekorder könnten Aufschluss über die Absturzursache bringen. Die Luftfahrtbehörden bestätigten, dass der Pilot zwei Mal vergeblich versucht hatte, auf dem Flughafen von Manama zu landen. Beim dritten Landeanflug sei der Airbus ins Meer gestürzt. Nach einem Bericht des staatlichen Fernsehens stürzte das Flugzeug wegen eines Feuers in einem seiner Triebwerke ab.

Das bahrainische Staatsoberhaupt Emir Hamad bin Isa el Chalifa rief eine dreitägige Staatstrauer aus und erklärte, ein internationales Team werde Ermittlungen über die Absturzursache aufnehmen.

An Bord der Unglücksmaschine befanden sich 135 Passagiere, zumeist Ägypter und Bahrainer, sowie acht Besatzungsmitglieder.

08.10.2001 in Italien:
Im Nebel stoßen auf dem Mailänder Flughafen Linate eine skandinavische MD-87 und eine deutsche Cessna zusammen (118 Tote).

03.07.2001 in Russland:
Eine TU-154 der Wladiwostokavia zerschellt im Landeanflug auf Irkutsk (145 Tote).

 

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Flugzeugabstürze auf bewohnte Gebiete

Hamburg (dpa) - Bei Flugzeugabstürzen kommen nicht nur die Insassen der Maschinen, sondern auch Menschen am Boden ums Leben. Schwere Unglücke dieser Art seit 1990:

05.05.1990 - Guatemala-Stadt - Tote 21 + 3 Insassen Wegen eines technischen Fehlers stürzt eine DC-6-Transportmaschine über der Hauptstadt von Guatemala ab.

04.10.1992 - Amsterdam (Niederlande) - Tote: 39 + 4 Insassen Eine israelische Frachtmaschine vom Typ Boeing 747-200 stürzt auf einen Wohnblock im Süden von Amsterdam. Kurz nach dem Start hatte die El Al-Maschine ihre beiden rechten Triebwerke verloren.

08.01.1996 - Kinshasa (Zaire/Kongo) - Tote: 297 + 1 Insasse Eine Antonow der Scibe Airlift Zaire rast nach misslungenem Start vom Flugplatz in Kinshasa über die Rollbahn hinaus in einen Marktplatz.

06.12.1997 - Irkutsk (Russland) - Tote: mindestens 45 + 23 Insassen. Ein russischer Militärtransporter stürzt auf ein Wohngebiet der sibirischen Stadt Irkutsk. Es verbrennen mindestens 45 Bewohner eines Häuserblocks und die 23 Insassen; nach anderen Angaben gab es sogar 68 Tote am Boden.

29.08.1998 - Quito (Ecuador) - Tote: 10 + 71 Insassen Eine mit 90 Personen besetzte TU-154 der Cubana schießt beim Start in Quito über die Rollbahn hinaus, zerstört eine Autowerkstatt und bricht auf einem Fußballfeld brennend auseinander.

02.02.1999 - Luanda (Angola) - Tote: 19 + 11 Insassen Eine Antonow-12-Frachtmaschine stürzt nach dem Start in ein Wohngebiet in einem Vorort der angolanischen Hauptstadt.

21.12.1999 - Guatemala-Stadt - Tote: 9 + 17 Insassen Eine DC-10 der kubanischen Luftfahrtgesellschaft Cubana de Aviacion schiesst bei der Landung über die Piste hinaus und rast in eine Häuserreihe.

25.07.2000 - Paris - Tote: 4 + 109 Insassen Eine Concorde stürzt unmittelbar nach dem Start in der Nähe des Pariser Flughafens Charles de Gaulles ab. 113 Menschen kommen ums Leben, darunter 97 Deutsche. Vier Menschen werden in einem Hotel getötet, auf das Teile des Flugzeuges stürzen.

 

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Flugzeugunglücke mit der TU 154 (Tupolew)

Bei Tupolew-Flugzeugen aus Russland und anderen ehemaligen GUS-Ländern hat es in den vergangenen zehn Jahren wiederholt Unfälle mit zahlreichen Todesopfern gegeben.

01.07.2002 23:40 Uhr: Überlingen am Bodensee

Bashkirian Airlines

Die Fluggesellschaft wurde 1991 aus der russischen Aeroflot ausgegliedert. Sie sollte innerhalb der russischen Föderation für die autonome Republik Baschkirien eine eigene Fluggesellschaft repräsentieren. Der Airline standen anfänglich acht Maschinen des Typs Tupolew 154 zur Verfügung sowie sechs Tupolew-134-Maschinen und elf Maschinen vom Typ Antonov 24. In den folgenden Jahren wurden weitere Flugzeuge hinzugekauft und die Flotte insgesamt verjüngt.

Das Streckennetz der Fluggesellschaft reichte ursprünglich von St. Petersburg im Westen bis nach Sibirien im Osten und das Schwarze Meer im Süden. Später kamen auch Ziele wie Istanbul, Lanarca auf Zypern, Thessaloniki und Athen in Griechenland oder Al-Fujairah in den Vereinigten Arabischen Emiraten hinzu.

Das Flugzeug, das über dem Bodensee mit einen Frachtflugzeug zusammenprallte, befand sich auf einem Sonderflug nach Spanien.

Die unsichersten Airline der Welt

04. Oktober 2001: Eine Tupolew 154 der Sibir Airlines stürzt nach einer Explosion südlich von Russland ins Schwarze Meer. Das Flugzeug befand sich auf dem Weg von Tel Aviv nach Russland und wurde möglicherweise bei einem Manöver der ukrainischen Marine unbeabsichtigt von einer Rakete getroffen. Zwölf Besatzungsmitglieder und 64 Passagiere kommen ums Leben.

03. Juli 2001: Eine Tupolew 154 der Fluggesellschaft Vladivostok Avia stürzt in der Nähe von Irkutsk ab. Neun Besatzungsmitglieder und 136 Passagiere kommen ums Leben.

15. Dezember 1997: Eine Tupolew 154 von Tajikistan Airlines stürzt beim Landeanflug in den Vereinigten Arabischen Emiraten ab. 85 Menschen sterben bei dem Unglück.

29. August 1996: Eine Tupolew 154 der Vnukovo Airlines stürzt über Norwegen ab. Die Maschine befindet sich auf einem Charteflug nach Spitzbergen, als sie kurz vor Erreichen des Zielflughafens gegen einen Berg fliegt. 14 Besatzungsmitglieder und 127 Passagiere kommen ums Leben.

07. Dezember 1995: Eine Tupolew 154 der Fluggesellschaft Khabarovsk Air stürzt in bergigem Gebiet bei Khabarovsk im Osten Russlands ab. Acht Besatzungsmitglieder und 89 Passagiere sterben.

12. Mai 1995: Bei einer Tupolew 134 von Azerbaijan Airlines fallen kurz nach dem Start in Nahicevan/Aserbaidschan beide Triebwerke aus. Bei der Notlandung kommen 52 Menschen ums Leben.

03. Januar 1994: Kurz nach dem Start in Irkutsk wird bei einer Tupolew 154 der Fluggesellschaft Baikalavia eine Benzinleitung beschädigt. Das Flugzeug gerät in Brand und stürzt in der Nähe von Irkutsk ab. 124 Menschen kommen bei dem Unglück ums Leben.

21. September 1993: Eine Tupolew 134 von Transair Georgia wird auf dem Flug von Sochi/Russland nach Sukhumi/Georgien von einer Rakete getroffen und stürzt ab. Fünf Besatzungsmitlieder und 22 Passagiere sterben.

27. August 1992: Eine Tupolew 134 der russischen Airline Aeroflot verunglückt bei einer missglückten Landung bei Ivanovo in Russland. Alle sieben Besatzungsmitglieder und 77 Passagiere kommen dabei ums Leben.

 

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Concorde-Absturz

Paris (25. Juli 2000)

York wartete Kreuzfahrtschiff «Deutschland»

- Schwarze Rauchwolke Von AP-Korrespondentin Susanne Gabriel = Noch Stunden nach dem Unglück hing eine dicke schwarze Rauchwolke über der Gemeinde Gonesse nördlich von Paris - dort, wo am Dienstagnachmittag eine Concorde mit 109 Menschen auf ein Hotel stürzte. An Bord  befanden sich vor allem deutsche Urlauber, die in New York zu einer Kreuzfahrt mit der «MS Deutschland» starten wollten. Doch die geplante Tour mit dem «Traumschiff» wurde für sie eine Reise in den Tod.

«Ich habe das Flugzeug gesehen», sagte der 21-jährige Frederic Savery, der zum Zeitpunkt des Unglücks auf der nahe gelegenen Autobahn fuhr. «Es schwebte etwa 30 Meter über uns, und der hintere Teil stand in Flammen. Dann stürzte es ab, aber wir hörten keinen Knall.» Auch andere Zeugen berichteten, dass kurz vor dem Absturz ein Triebwerk gebrannt habe. «Wir waren in unserm Büro», sagte ein Mann. «Vom Fenster aus haben wir, wie schon oft, die Concorde vorbeifliegen sehen. Sie flog in einer Höhe von kaum 100 Metern. Ein Triebwerk stand in Flammen, und ließ eine Feuerspur von mindestens 20 Metern hinter sich. Dann fiel sie auf ein Hotel. Wir wollten helfen, aber es war ein totales Drama. Der Anbau des Gebäudes ist eine einzige Ruine.»

Das Unglück ereignete sich nur wenige Minuten nach dem Start vom Pariser Flughafen Charles de Gaulle. Die Ursache war unklar; doch wurde Anfang der Woche bekannt, dass einige Maschinen des Typs Concorde Risse in den Tragflächen aufwiesen. Es war der erste Absturz eines Überschallflugzeugs, das 1969 seinen ersten Testflug absolvierte und seit 1976 auch kommerziell eingesetzt wird.

40 Meter hohe Flammen

Dutzende Feuerwehr- und Krankenwagen fanden sich am Unglücksort ein. Auch am Abend war die genaue Zahl der Opfer nicht bekannt. Einer der 109 Menschen an Bord der Concorde könnte überlebt haben, hieß es zunächst; im Hotel «Hotelissimo» - die Maschine stürzte auf das Restaurant des Hauses - gab es vermutlich vier Tote und Dutzende Verletzte. «Das Gebäude wurde sehr stark beschädigt», sagte der Bürochef der zuständigen Präfektur im Departement Val d'Oise.

«Die Maschine stürzte kopfüber auf das Hotel», sagte der Schüler Samir Hossein, der in der Nähe des Unglücksortes Tennis gespielt hatte. «Der Pilot versuchte es hochzureißen, aber es war zu spät. Die Flammen schossen 40 Meter hoch», berichtete er. «Man sah nichts als einen riesigen Feuerball», erzählte der Augenzeuge Yves Frechet. «Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand überlebt hat.» Air France teilte mit, dass die Maschine vor dem Start vollgetankt worden sei. Die Concorde war - nachdem die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle hatte - kaum noch als Flugzeug zu erkennen. Ein qualmendes Wrack.

 

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26.07.2000
Paris/New York - Nach der Absturzkatastrophe eines Concorde-Überschallflugzeuges (Hintergrund) in der Nähe des Pariser Flughafens Charles de Gaulle ist am Mittwoch die Suche nach der Unglücksursache fortgesetzt worden. Auskunft darüber sollen vor allem die beiden Flugschreiber geben, die in der Nacht zum Mittwoch an der völlig verwüsteten Unglücksstelle vor dem Pariser Vorort Gonesse gefunden wurden. Experten sagten, die Auswertung der Geräte könne bis zu 48 Stunden dauern. Britische Fachleute vermuteten, die Explosion eines der Triebwerke könnte die Treibstofftanks der Concorde in Brand gesetzt haben.

Viele Angehörige der 113 Opfer des Flugzeugabsturzes, darunter 96 Deutsche, wurden am Vormittag auf dem Flughafen Charles de Gaulle erwartet. Dort sollen die Familien der Toten in einem Notfallzentrum von Psychologen, Ärzten und Krankenschwestern betreut werden. Auf dem Expo-Gelände in Hannover sollte um 9.30 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst zum Gedenken an die Opfer stattfinden. Daran wollten Bundeskanzler Gerhard Schröder und sein Kabinett teilnehmen.

"Fürchterlich aussehenden Fläche"

Den Angehörigen wird es nach Behördenangaben in Paris nicht erlaubt sein, die immer noch weiträumig abgesperrte Unglückstelle beim Flughafen in der Nähe der Ortschaft Gonesse aufzusuchen. Wegen der schweren Verbrennungen sei es selbst für nahe Verwandte unmöglich, die Leichen zu identifizieren, teilten die Behörden mit. Sie berichteten außerdem, auf Grund der "fürchterlich aussehenden Fläche", auf der die Concorde zerschellte, seien die andauernden Bergungsarbeiten weiterhin sehr schwierig.

Seit dem Unglück am späten Dienstagnachmittag waren über 800 Sicherheitskräfte im Einsatz. Am Mittwochvormittag konzentrierten sich die Rettungsarbeiten vor allem auf das vollkommen zerstörte Hotel, auf das Teile des Unglücksflugzeuges gefallen waren und vier Menschen getötet hatten. Unter den Trümmern wurde nach möglichen weiteren Opfern gesucht. Zwölf Personen, die sich in dem eingestürzten Hotel sowie einer anderen Herberge in unmittelbarer Nähe befunden hatten, waren bereits am Dienstagabend evakuiert worden, darunter ein Schwerverletzter.

Reinhard Klimmt an Absturzstelle

Zwei Minuten nach seinem Start am Dienstagnachmittag war das Überschallflugzeug brennend nahe am Flughafen aufgeschlagen. Die Maschine hätte vier Stunden für den Flug von Paris nach New York gebraucht. Bundesverkehrsminister Reinhard Klimmt (SPD) hatte mit französischen Ministern die Absturzstelle aufgesucht, wo sich die Trümmer auf einer Fläche in der Größe eines Fußballfeldes verteilten. Es werde alles getan, um den Angehörigen zu helfen, versicherte er.

Auch der Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Gunter Pleuger, sagte den Angehörigen der Opfer Unterstützung zu. Im ZDF-Morgenmagazin sagte er am Mittwoch: "Die Botschaft in Paris wird sich um die Angehörigen, die nach Paris kommen, kümmern und sie wird sich natürlich auch um alles kümmern, was jetzt im Nachhinein notwendig wird - insbesondere auch die Rückführung der Getöteten."

Die Passagiere des Unglücksflugzeugs der Air France waren auf dem Weg nach New York. Von dort aus wollten sie auf eine Kreuzfahrt in die Karibik aufbrechen. Flug AF 4590 war von der deutschen Reederei Deilmann gechartert worden. Nach den Angaben der Rederei findet die Kreuzfahrt mit dem Luxusschiff "Deutschland" trotz der Katastrophe statt. 33 Reisende waren dabei knapp dem Inferno entgangen. Sie waren vorher auf einer Concorde-Linienmaschine des gleichen Typs in Paris gestartet, weil in dem Charter-Flugzeug kein Platz mehr für sie war.

96 Deutsche unter den Opfern

Unter den 100 Passagieren befanden sich neben 96 Deutschen auch zwei Dänen, eine Österreicherin und ein Amerikaner. Insgesamt standen 49 Frauen, 48 Männer und drei Kinder auf der Passagierliste. Die deutschen Touristen, nach Angaben von Air France in der Mehrheit über 60 Jahre alt, kamen aus fast allen Landesteilen: Allein 39 Opfer lebten in Nordrhein-Westfalen, elf in Hessen und zehn in Bayern. Die weiteren Reisenden kamen aus Berlin (8), Niedersachsen (8), Hamburg (7), Schleswig-Holstein (7), sowie Mecklenburg-Vorpommern, Baden- Württemberg und Brandenburg (jeweils zwei Tote). Die neun getöteten Besatzungsmitglieder stammten aus Frankreich. Zudem kamen vier Menschen in einem nahe der Unglückstelle gelegenen Hotel um: zwei Polen, eine britische Touristin und eine französische Putzfrau. (AOL/dpa)

Hotlines für die Angehörigen der Absturzopfer (Jahr 2000):
Auswärtiges Amt:      Air France:
01888 17 4600            089 97620
01888 17 4899            0800 800 812

Deutsche Botschaft in Paris:
00331/5383 - 4605 oder -4606 oder -4500

Bilanz derzeit: Concorde Flug AF 4590 mit insgesamt 113 Toten.

 

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FLUGSICHERHEIT
Die sichersten Gesellschaften* Die unsichersten Gesellschaften*
1.  SAS (Schweden) 6,3 Mill. Flüge ~ ohne Tote 1.  Cubana (Kuba) pro 1 Mill. Fl. 24 Tote
2.  Ansett (Schweden) 5,4 Mill. Flüge ~ 2.  AeroPeru (Peru) pro 1 Mill. Fl. 16,7 Tote
3.  American West (USA) 2,3 Mill. Flüge ~ 3.  Air Zimbabwe (Afrika) pro 1 Mill. Fl. 12,5 Tote
4.  Canadian Airlines (Kanada) 1,9 Mill. Flüge ~ 4.  China Airlines (Taiwan) pro 1 Mill. Fl. 10 Tote
5.  Finnair (Finnland) 1,7 Mill. Flüge ~ 5.  Royal Jordanian (Jordanien) 1 Mill. Fl. 8,82 T.
6.  Sabena (Belgien) 1,6 Mill. Flüge ~ 6.  Aeros Regionales (Brasilien) 1 Mill. Fl. 8,33 T.
7.  Aer Lingus (Irland) 1,2 Mill. Flüge ~ 7.  Egypt Air (Ägypten) pro 1 Mill. Fl. 8 Tote
8.  Quantas (Australien) 1 Mill. Flüge ~ 8.  Air India (Indien) pro 1 Mill. Fl. 6,82 Tote
9.  Air Nippon (Japan) pro 1 Mill. Flüge 0,2 Tote 9.  AirTran/Value Jet (USA) 1 Mill. Fl. 5,88 Tote
12. Lufthansa (DT) pro 1 Mill. Flüge 0,4 Tote 10. Korean Air (Korea) pro 1 Mill. Fl. 5,38 Tote
(*Quelle: Aviation Savety Network | Stand 07/2000)

 

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Concorde

Imponierende Überschall-Passagiermaschine fliegt von 1969-2OO3


Hersteller der Concorde ist die "Aero Special"

Das seit mehr als 25 Jahren im Liniendienst fliegende Überschallflugzeug Concorde ist eine französisch-britische Gemeinschaftsentwicklung. Maschinen dieses Typs können die 2,2fache Schallgeschwindigkeit erreichen. Ihre Reiseflughöhe liegt bei 15.600 Metern, wobei eine konstante Geschwindigkeit von knapp 2.200 Kilometern in der Stunde erreicht wird.

Das in den 60er Jahren entwickelte Passagierflugzeug absolvierte 1969 seinen Erstflug. Der erste Liniendienst - zwischen Paris und Rio de Janeiro - wurde im Januar 1976 aufgenommen. Bis 1979 wurden 16 Concordes gebaut. Jede kann bis zu 128 Fluggäste befördern. Die Concorde blieb das einzige Überschall-Serienflugzeug im Liniendienst. Eine sowjetische Entwicklung, die TU-144, wurde nach nur kurzer Bauzeit eingestellt.

Im Passagierdienst wird die pfeilförmige Concorde mit ihrer typischen Klappnase bei den  Luftverkehrsgesellschaften Air France und British Airways eingesetzt. Wegen des hohen Fluglärms unterliegen die stets mehr als Prestigeobjekt denn als profitables Verkehrsmittel betrachteten Maschinen in zahlreichen Ländern Lande- und Überflugbeschränkungen. Dies - und der auch durch den hohen Treibstoffverbrauch bedingte Flugpreis, der etwa dem der ersten Klasse auf einem anderen Typ entspricht, - führte dazu, dass die Flugzeuge oft nur unzureichend ausgelastet werden können, so dass sich das Interesse anderer Fluggesellschaften an dem Modell von Anfang an in Grenzen hielt.

Die Concorde flog seit ihrer Indienststellung weitgehend problemlos. Allerdings ist am Wochenende eine Concorde der BA wegen Risse in einer Tragfläche aus dem Verkehr gezogen worden. Es soll bis September dauern, bis die Schäden an diesem einen Modell behoben sind.
 

Von 1969 bis 1979 wurden 16 Concordes gebaut, die bis zu 128 Fluggäste befördern können. Im Passagierdienst wird die Concorde bei den Luftverkehrsgesellschaften Air France und British Airways eingesetzt. Wegen des hohen Fluglärms der Concorde unterliegen die Maschinen in zahlreichen Ländern Lande- und Überflugbeschränkungen. Dies führte dazu, dass die Flugzeuge nur unzureichend ausgelastet werden können, so dass sich das Interesse anderer Fluggesellschaften an dem Modell in Grenzen hielt.


Start der Concorde zu ihrem Jungfernflug am 2. März 1969 in Toulouse

Die Geschichte der Concorde begann schon 1956.

Damals wurden die ersten Überschall-Flugstudien aufgenommen. Am 29. November 1962 unterzeichneten die Regierungen Großbritanniens und Frankreichs den Vertrag über Entwicklung und Bau eines Überschall-Verkehrsflugzeuges. Am 2. März 1969 schlug die große Stunde: Der Jungfernflug des ersten französischen Prototyps 001 verlief problemlos; am 9. April 1969 hob der britische Prototyp 002 in Filton zum Erstflug ab. Schon am 3. Oktober des selben Jahres gelang der erste Überschallflug.

Es dauerte aber noch über sechs Jahre, bis am 21. Januar 1976 der reguläre Liniendienst aufgenommen werden konnte: British Airways schickte ihre Concorde von London nach Bahrain, Air France flog von Paris nach Rio de Janeiro. Im Luftverkehr begann ein neues denkwürdiges Kapitel.

Der damalige Konkurrent, die sowjetische Überschallmaschine TU-144, flog inzwischen ins technische und wirtschaftliche Abseits. Die Concorde dagegen fliegt Tag für Tag mit Mach 2 oder 2.200 Stundenkilometern von London und Paris über den Nordatlantik. Zum stolzen Preis von über 14.700 Mark für Hin- und Rückflug. Manchmal gibt es allerdings auch Sondertarife. Beispielsweise Christmas-Shopping-Flüge von Deutschland aus für “nur” 6999 Mark.

Wann und wo immer eine Concorde bei einem ihrer spektakulären Sonderflüge irgendwo rund um den Erdball mit ihren auffallend langen Stelzenbeinen einschwebt, fühlt sich die lokale und nationale Luftfahrt geadelt. Das war 1983 in München-Riem nicht anders als 1984 in Köln-Bonn, das war so 1985 in Sydney, Kapstadt und in Berlin-Tegel, wo die Concorde sogar zum Politikum wurde, und wiederholte sich später in Hongkong und in Hannover, in Peking, Kairo, Honolulu und natürlich auch in Las Vegas.

TU 144

Die TU-144 der russischen Flugzeugflotte war der Vorläufer der Concorde Ende der sechsiger Jahre. Das erste Überschallverkehrsflugzeug der Welt absolvierte am 31.12.1968 seinen Erstflug in der UdSSR. Alexej Andrejewitsch Tupolew (geb. 1925) war Chefkonstrukteur der TU-144. Eine TU-144-Maschine stürzte 1973 bei einem Testflug ab. Diese Flugzeuge sind nicht mehr im Passagierdienst, sondern dienen als Forschungsflugzeug. Eine sowjetische Entwicklung, die TU-144, wurde nach nur kurzer Bauzeit 1973 wieder eingestellt. In einer Flugschau im französischen Le Bourget war eine
Tu-144 abgestürzt, 13 Menschen kamen dabei ums Leben.

PRESTIGE STATT WIRTSCHAFTLICHKEIT

Die Concorde wird noch immer bewundert, ihre Piloten und ihre illustren Passagiere werden beneidet. Und britische und französische Flugzeugbauer wissen: Jedem Boeing-Ingenieur versetzt es jedes Mal wieder einen Stich ins Herz, wenn er eines dieser imponierenden
Überschallverkehrsflugzeuge landen sieht. Vor diesem Hintergrund muss man auch den neuerlichen Streit um die Landerechte der extrem lauten Concorde in den USA sehen. Amerikas Flugzeugkonstrukteure wissen andererseits auch: Einen Jet mit zwei Mach hätten sie vor 30 Jahren auch bauen können - auf den Reissbrettern war “Amerikas Concorde” längst konzipiert - aber bei Boeing setzte man konsequent auf pure Wirtschaftlichkeit. Das teure Prestigedenken der Franzosen und Briten war Boeing fremd.


Eine Concorde bei der Landung

Inzwischen allerdings reifen in den USA neue Supersonic-Pläne: Über zwei Milliarden Dollar hat die US-Regierung für die Entwicklung eines futuristischen Hyperschalljets (HSCT) bereitgestellt. Sogar eine alte sowjetische Tu 144 wurde zu Testzwecken reaktiviert. Mittlerweile arbeiten allein in den USA rund 1.000 Ingenieure und Konstrukteure an einer Super-Concorde, die eines Tages in vier Stunden von Frankfurt nach Los Angeles fliegen könnte. Illusionäre Zukunftsmusik? Optimisten behaupten, der HSCT werde der Jet des 21. Jahrhunderts schlechthin. 500 Exemplare würden einmal benötigt. Pessimisten halten dagegen, das Programm sei viel zu teuer und zerstöre die Ozonschicht.

WUNDER DER LANGLEBIGKEIT

Das eigentliche Wunder des 100sitzigen “Donnervogels” ist seine Langlebigkeit. Seit dem Premierenflug nach Bahrain haben die sieben BA-Concorde bis 1999 über 45.000 Flüge absolviert, waren sie gut 127.000 Stunden in der Luft - davon über 100.000 mit Überschall - und haben weit über 205 Millionen Kilometer zurückgelegt. Das sind über 4000 Erdumrundungen. Darauf aber sind die Briten besonders stolz: Die Pünktlichkeitsrate aller Concorde-Flüge lag zuletzt bei 94 Prozent. Bei den fünf im Einsatz befindlichen Concorde der Air France sind es sogar 95,5 Prozent.


KOSTEN EINES FLUGES

Das Überschallflugzeug Concorde gilt als Transportmittel von Prominenten und reichen Privatleuten. Ein Hin- und Rückflugticket von Paris nach New York kostet normalerweise 9.000 Dollar (rund 18.700 Mark/9.600 Euro). Von London nach New York und zurück müssen Passagiere 9.850 Dollar (rund 20.500 Mark/10.500 Euro) zahlen. Das ist rund ein Viertel mehr als ein Flug erster Klasse in normalen Flugzeugen, die über den Atlantik mehr als doppelt so lange brauchen.


CONCORDE-FLUG ERLEBNIS
So erlebte Abendblatt-Redakteur Hans-Juergen Fink den Flug in einer Concorde:

In den staksigen, überraschend klein wirkenden Vogel müssen wir hoch hinaufsteigen. Im nur 2,9 Meter breiten Rumpf warten rechts und links des schmalen Gangs je zwei Sitze auf Passagiere - eher Holzklasse, gemessen am Sitzkomfort. Anschnallen und die Vorwarnung des Piloten: Wir sollen uns auf einen "sehr sportlichen Start" einstellen. Recht hat er. Beim raketenartigen Beschleunigen werden wir, wie beim Start eines Formel-1-Wagens, kräftig in die Sitze gepresst, die Concorde hebt ab. Der Rest ist stressfrei.
Das Durchbrechen der Schallmauer deutet nur eine Digitalanzeige an: Mach 0,92 - 0,95 - 0,99 - 1,01. Über Champagner verpassen das einige Passagiere. Auch die kurze Höchstgeschwindigkeit bleibt abstrakt: Mach 2,03 - mehr als 2200 km/h. Das Erlebnis: Aus dem Fenster meint man die Erdkrümmung zu sehen - die Concorde fliegt mit bis zu 20 Kilometern doppelt so hoch wie andere Passagier-Jets.


Scharfe Kritik an Concorde

Experten haben immer wieder vor Mängeln des Jets gewarnt, und es gibt offenbar eine lange Liste von Pannen. Britische Zeitungen schrieben am Sonntag über eine Serie von Berichten britischer und amerikanischer Sicherheitsbehörden. Darin hätten die Experten auf die Anfälligkeit der Concorde für geplatzte Reifen und Triebwerksschäden hingewiesen.

Wie es in der „Sunday Times“ heißt, ist bei den sieben Concordes der Fluggesellschaft British Airways seit 1988 durchschnittlich einmal im Jahr ein Reifen geplatzt. Wegen der extrem hohen Geschwindigkeit bei Starts und Landungen seien die Reifen besonders anfällig.

Zudem habe die zivile britische Flugsicherheitsbehörde CAA die US-Regierung in den vergangenen beiden Jahren darüber informiert, dass Risse in Triebwerken und abgenutzte Drähte im Kabelsystem entdeckt worden seien, heißt es in „erheblichen Schaden“ bezeichnet, der ein Feuer im Triebwerk auslösen könne.

Fünf Tage nach dem Concorde-Absturz über Paris, bei dem alle Insassen ums Leben gekommen waren, berichtete auch die „Bild am Sonntag“ von einer langen Liste von Zwischenfällen. Nach geheimen Inspektoren-Protokollen der amerikanischen Luftaufsichtsbehörde Federal Aviation Administration kam es laut der Zeitung von November 1996 bis Juni 2000 allein am New Yorker John-F.-Kennnedy-Airport zu 40 schweren Pannen. In allen Fällen habe der Start abgebrochen werden oder die schon gestartete Maschine zum Flughafen zurückkehren müssen.

Der Berliner Luftfahrtrechts-Professor Elmar Diemulla forderte in der „Bild am Sonntag“, das Flugzeug sofort aus dem Verkehr zu ziehen. „Die Concorde ist eine fliegende Zeitbombe“, sagte er.

Bereits am Samstag hatte es Berichte über mehrere Beinahe-Katastrophen durch geplatzte Reifen. Nach einem Bericht der US-Verkehrssicherheitsbehörde (NTSB) wurden bei dem schwersten Zwischenfall im Juni 1979 beim Start ein Triebwerk beschädigt, drei Treibstofftanks durchbohrt und ein großes Loch in eine Tragfläche gerissen. Das Flugzeug kehrte danach sicher zum Washingtoner Flughafen Dulles zurück.

Von 1979 bis 1981 platzten laut dem Bericht aus dem Jahre 1981 fünf Mal Reifen von Concorde-Maschinen der Air France und der British Airways auf den Flughäfen von New York und Washington. Nach 1981 wurden allerdings keine derartigen Unfälle mehr bekannt, die von der NTSB als „potenziell katastrophal“ bezeichnet worden waren.

Nach Angaben der US-Behörde reagierten die französischen Behörden auf den Hinweis der NTSB mit der Anweisung, alle Reifen vor einem Start zu inspizieren. Außerdem rieten sie der Besatzung, bei Problemen – vor allem bei einem Knall – das Fahrgestell nicht einzufahren.

Auf der Suche nach der Ursache

Die französischen Ermittler des Concorde-Unglücks vom vergangenen Dienstag gehen davon aus, dass ein geplatzter Reifen den Absturz verursacht hat.

Wie die zuständige französische Unfall-Untersuchungsstelle am Freitag mitteilte, ist bei der Maschine während des Starts mindestens ein Reifen explodiert. Die auf dem Großflughafen Charles de Gaulle entlang der Startbahn 21 gefundenen Reifenfetzen stammten vom linken Fahrwerk der Concorde. Der Brand im Triebwerk sei offenbar von außen ausgelöst worden.


Im Passagierdienst wird die pfeilförmige Concorde mit ihrer typischen Klappnase bei den Fluggesellschaften Air France und British Airways eingesetzt. Wegen des hohen Fluglärms unterliegen die Maschinen in vielen Ländern Lande- und Überflugbeschränkungen. Nicht zuletzt wegen ihres hohen Treibstoffverbrauchs kostet eine Flugstunde der Concorde 60.000 Mark, die Ticketpreise liegen rund ein Viertel über denen eines regulären Erste-Klasse-Tickets: Ein Hin- und Rückflugticket von Paris nach New York kostet rund 18.700 Mark, ein Ticket London-New York und zurück rund 20.500 Mark.

Der Flug von London nach New York dauert knapp drei Stunden.

Dies ist auch der Grund, warum sich die Concorde als das Transportmittel der Reichen etablierte und schon immer mehr als Prestigeobjekt denn als profitables Verkehrsmittel betrachtet wurde. Das Interesse anderer Fluggesellschaften an dem Modell hielt sich von Anfang an in Grenzen. Die Concorde hat sich wirtschaftlich für Air France wie auch für British Airways nie gerechnet.

Kritische Zwischenfälle

Die Concorde flog seit Beginn weitgehend problemlos, dennoch gab es ein paar kritische Vorfälle:

1979 platzte bei einer Landung ein Reifen, was zu einer Umgestaltung des Flugzeuges führte.

1992 verlor eine Maschine auf dem Flug von London nach New York einen Teil der Hecksteuerung.

1998 musste eine Maschine eine Stunde nach dem Start nach London-Heathrow zurückkehren, weil sich ein kleiner Teil von der Tragfläche gelöst hatte.

1999 gab es einen Beinahe-Zusammenstoß, als eine Concorde auf dem JFK-Airport in New York zum Landen ansetzte, während eine andere startete. Sie verfehlten sich um gerade 245 Meter. Die Maschine konnte trotzdem sicher landen.

Ende Januar 2000 musste eine Concorde zwei Mal innerhalb von 24 Stunden auf dem Londoner Flughafen Heathrow notlanden. Beim ersten Fall zeigte ein Warnlicht Feuer an, beim zweiten Mal gab es Triebwerksprobleme.

22./23.07.2000 war eine Concorde der British Airways wegen Rissen in einer Tragfläche aus dem Verkehr gezogen worden. Der vor Monaten entdeckte Riss hatte sich vergrößert. Weitere zehn Maschinen wiesen Risse auf. Es bestünden aber keine Sicherheitsbedenken, so ein BA-Sprecher. Die abgestürzte Concorde war nicht beanstandet worden. 



Unglücks-Concorde versuchte Notlandung

Zwischenbericht der Ermittler gibt letzte Gespräche im Cockpit wieder - «Wir versuchen Le Bourget»

Paris (AP) In einem verzweifelten Manöver hat der Pilot der Unglücks-Concorde von Paris nach dem
Start noch versucht, den brennenden Überschalljet auf dem nahen Flughafen Le Bourget notzulanden. «Negativ, wir versuchen Le Bourget», sind die letzten Worte des Kopiloten neun Sekunden vor dem Absturz am 25. Juli um 16.44 Uhr. Die Gespräche im Cockpit sind im vorläufigen Zwischenbericht des französischen Büros für Unfallermittlung (BEA) wiedergegeben, der am Donnerstagabend in Paris veröffentlicht wurde.

Die Ermittler listen darin auf rund 80 Seiten minutiös die Fakten auf, die im wesentlichen bereits bekannt sind. Dem Bericht zufolge hat ein 43 Zentimeter langes Metallteil, das von einem anderem Flugzeug stammt, einen Reifen am linken Fahrwerk der startenden Concorde mit der Flugnummer AF 4590 platzen lassen.

Zu diesem Zeitpunkt ist die Maschine bereits so schnell, dass sie nicht mehr auf der Piste anhalten könnte. Umherfliegende Gummiteile durchschlagen einen Tank, ausströmendes Kerosin entzündet sich.

«Sie haben Flammen hinter sich»

«Concorde 4590, Sie haben Flammen, Sie haben Flammen hinter sich», warnt der Tower um 16.43 Uhr und 13 Sekunden. Der Flugingenieur meldet eine Störung am Motor zwei, der Pilot ordnet das Verfahren zum Feuerlöschen an. Das Fahrwerk lässt sich nicht einfahren. «4590, Sie haben große Flammen hinter sich», sagt der Tower. Um 16.43 Uhr und 37 Sekunden gibt er der Concorde die Erlaubnis, umgehend zum Flughafen zurückzukehren und informiert die Feuerwehr.

Das Feuer umfasst mittlerweile beide Triebwerke am linken Flügel. Der Pilot ordnet an, den Motor Nummer zwei abzustellen. Der Kopilot verweist immer wieder auf die fehlende Geschwindigkeit. «Le Bourget, Le Bourget», sagt er um 16.44 Uhr und 14 Sekunden. «Zu spät», erwidert der Pilot, wie die Ermittler aus den Aufzeichnungen herauszuhören glauben. Dennoch fliegt die Concorde eine Linkskurve in Richtung auf den nahen Militärflughafen. Motor eins verliert Leistung.

Der Tower informiert die Feuerwehr, dass die Concorde auf der Piste 19 des Flughafens Charles-de-Gaulle landen solle. «Negativ, wir versuchen Le Bourget» antwortet der Kopilot um 16.44 Uhr und 22 Sekunden. Neun Sekunden später endet die Aufzeichnung. Die Concorde stürzt mit 109 Menschen an Bord auf ein Hotel in Gonesse und explodiert. Am Boden kommen vier Menschen um. Angesichts der Umstände des Unfalls und dem Zustand des Flugzeugs habe es keinerlei Hoffnung auf Überleben gegeben, heißt es im Zwischenbericht.

Die Ermittler betonen, die Besatzung sei nicht in der Lage gewesen, das Feuer zu bekämpfen. Ein einfacher Zwischenfall wie ein platzender Reifen, der sich wiederholen könne, habe in kurzer Zeit katastrophale Konsequenzen gehabt, die von der Besatzung nicht zu meistern gewesen seien. Den zwölf verbliebenen Concorde von Air France und British Airways ist mittlerweile die Flugerlaubnis entzogen worden.

(Im Internet: www.bea-fr.org)
(Stand 01.09.2000)



Kreuzfahrtreederei Peter Deilmann

Hamburg (AP)
Die Kreuzfahrtreederei Peter Deilmann aus dem schleswig-holsteinischen Neustadt befördert pro Jahr mit elf Schiffen rund 48.000 Passagiere. Zu der Flotte gehören drei Hochseeschiffe. Eines davon ist die «MS Deutschland», die als schwimmendes Fünf-Sterne-Grand-Hotel beworben wird. Die anderen beiden sind die «Berlin», die in vielen europäischen Gewassern und im Mittleren Osten, von der Ostsee über das Nordmeer bis zum Arabischen Meer, eingesetzt wird, und die «Lili Marleen», deren Einsatzgebiet das Mittelmeer ist. Außerdem veranstaltet die Reederei Flusskreuzfahrten im In- und Ausland.

Das 1968 gegründete Unternehmen hat im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben einen Umsatz von mehr als 200 Millionen Mark erwirtschaftet und gilt als Reederei für Luxusreisen. 1999 veranstaltete die Reederei rund 365 Kreuzfahrten.

(Quelle: AP/mk/met/rz «251819 jul 00GMT 25.07.2000.)

Er gilt als der deutsche Kreuzfahrt-Reeder. Sein Wahlspruch lautet "Tue Recht und scheue niemand." Die Lebensgeschichte des Peter Deilmann aus Neustadt in Ost-Holstein ist eine Erfolgsgeschichte wie wenige. Vor rund 30 Jahren hatte sich der heute 64 Jahre alte,
gelernte Reedereikaufmann zum ersten Mal selbstständig gemacht. Zunächst mit Frachtschiffen, später mit Passagierschiffen. Den Durchbruch schaffte Deilmann vor
20 Jahren mit der "Berlin". Vor zwei Jahren kam die "Deutschland" dazu, auf der die verunglückten Passagiere der Concorde eine Karibiktour gebucht hatten. Gerade übernahm er das neue Binnen-Passagierschiff "Katharina von Bora", das er auf Elbe, Havel und Oder einsetzen will. Die aktuelle Deilmann-Flotte - sieben Fluss-Kreuzfahrer, zwei
Übersee-Luxusliner und der Großsegler "Lili Marleen" - fährt unter deutscher Flagge und zum größten Teil mit deutschem Personal. Denn auch die Passagiere sind zu 90 Prozent Deutsche. Deilmann ist ein eiserner Verfechter des "Standorts Deutschland" - er lässt seine Schiffe hier bauen, auch wenn er dafür mehr bezahlen muss.

Mit mehr als 30 000 Passagieren im Jahr hält Deilmann am deutschen Markt einen Anteil von gut 13 Prozent. In diesem Jahr hat Deilmann den Schritt zum Werfteigner gewagt. Im
Februar übernahm er die Standorte Tangermünde und Genthien der Deutschen
Binnenschiffwerften GmbH Berlin und löste sie damit aus dem damals eröffneten Insolvenzverfahren für das Unternehmen heraus. Derzeit untersucht Deilmann, ob er auf der Werft, die auch die "Katharina von Bora" gebaut hat, weitere Schiffe in Auftrag geben wird. (eli)

Die Opfer des Concorde-Absturzes wollten mit dem Überschalljet der Air France nach New York fliegen, um sich dort auf dem „Traumschiff“ MS Deutschland einzuschiffen. Sie hatten bei der Peter Deilmann Reederei in Neustadt die 16-tägige Reise Nr. 64 von New York nach Manta/Ecuador zum Mindestpreis von 8490 Mark pro Person gebucht und für den Dreieinhalb-Stunden-Flug mit der Concorde zusätzlich noch einmal 2950 Mark hingeblättert. Die Route durch die Karibik mit den Stationen Bahamas, Kuba, Mexiko und Panama-Kanal sollte eine Traumreise werden, die am 27. Juli um 14 Uhr beginnen sollte.

Die Reederei Deilmann wurde 1968 gegründet und setzt jährlich rund 200 Millionen Mark um. Derzeit unterhält das Unternehmen mit der MS Deutschland, MS Berlin und und SY Lili Marleen drei hochseetaugliche Kreuzfahrtschiffe, hinzu kommen noch acht Flusskreuzfahrtschiffe. Bei der MS Deutschland, Baujahr 1998, bewies Inhaber Peter Deilmann sein Gespür für Trends, indem er ein 210 Millionen Mark teures, luxuriöses Nostalgie-Schiff mit Platz für 520 Passagiere bauen ließ. Im gleichen Jahr stieg das Interesse, geschürt durch den Kinohit „Titanic“, enorm.

Peter Deilmann gehört zu den Unternehmern alten Schlages. Das heißt, er hat in den 60er-Jahren die Chancen ergriffen und damit die Weichen für seine Reederei gelegt. Als Werftarbeiter und Einweiser auf Autofähren begann er seine Laufbahn, bevor er Reedereikaufmann lernte. Sein Vermögen machte er mit „Butterfahrten“ und Frachtschiffen. Erst viel später stieg er in das Geschäft mit luxuriösen Kreuzfahrten ein und schaffte es, sich dank hoher Qualitätsansprüche einen Namen in diesem umkämpften Reisesegment zu machen. Zugleich bewies er Weitsicht mit dieser strategischen Re-Positionierung, denn Butterfahrten gibt es angesichts offener EU-Grenzen nicht mehr.
(Quelle: FOCUS, 30.07.2000)



Concorde startet zu erstem Testflug
Ein Jahr nach dem Concorde-Absturz bei Paris startet heute ein umgerüsteter Überschalljet der British Airways zu einem Testflug.

Wie die britische Fluggesellschaft mitteilte, soll die Concorde um 14:20 Uhr Ortszeit (15:20 Uhr MESZ) vom Londoner Flughafen Heathrow aus zu einem dreieinhalb Stunden langen Flug aufbrechen. Die Maschine werde über den Atlantik fliegen, südwestlich von Island wenden und auf dem Fliegerhorst Brize Norton landen. Die Flugzeit entspricht der normalen Concorde-Reisezeit nach New York.

British Airways hatte ebenso wie die französische Fluggesellschaft Air France nach dem Unglück am 25. Juli vergangenen Jahres alle Concorde-Maschinen stillgelegt. Bei dem Absturz waren 114 Menschen ums Leben gekommen, darunter 97 Deutsche.
(Stand 17.07.2001)


Concorde startet zum letzten Mal mit zahlenden Fluggästen

London - Die Concorde startet am Donnerstag zum letzten Mal mit zahlenden Fluggästen an Bord. Um 19.30 Uhr deutscher Zeit hebt sie in London ab, um in dreieinhalb Stunden nach New York zu fliegen. Zuvor hatte British Airways (BA) 11 Uhr als Abflugzeit genannt. Der Rückflug nach London-Heathrow wird am Freitag der letzte offizielle Concorde-Flug überhaupt sein. An Bord seien dann ausschließlich Ehrengäste, sagte am Mittwoch eine BA-Sprecherin in London.

Prestige-Jet flog nie in schwarze Zahlen

BA und Air France haben sich aus Kostengründen zur Einstellung ihrer Concorde-Flüge entschieden. Damit endet nach 34 Jahren die Ära des Überschallflugzeugs. Der Concorde-Verkehr war schon einmal vorübergehend eingestellt worden, nachdem am 25. Juli 2000 beim Absturz einer Air-France-Maschine bei Paris 113 Menschen ums Leben gekommen waren. Die Sicherheit wurde danach verbessert, das Innere der Maschinen modernisiert. Doch die Prestige-Flieger wurden nie rentabel.

Bis zum endgültig letzten Flug düsen seit Anfang dieser Woche insgesamt 666 britische Gewinner eines Preisrätsels mit der Concorde durch die Lüfte. Dabei geht es von immer verschiedenen britischen Flughäfen aus zum Golf von Biskaya und ohne Zwischenlandung direkt zurück. Bei dem 90 Minuten dauernden Flug erreicht die Concorde doppelte Schallgeschwindigkeit.

Stand vom 23.10.2003

 

 
ERDBEBEN
(Auswahl zwischen 525 n.Chr. bis 2002 n.Chr.)
- wird weiter komplettiert (Stand: 10.03.2002.)
Datum
Tote
Ort, Region / Land
20.05.525
250.000
Antiochia / Syrien
27.09.1290
100.000
Provinz Hopeh / China
23.01.1556
830.000
Provinzen Schensi und Kansu (China)
30.12.1730
137.000
Hokkaido / Japan
01.11.1755
60.000
Lissabon / Portugal
18.04.1906
450-700
San Francisco / USA (Stärke: 8,3)
17.08.1906
20.000
Santiago und Valparaiso / Chile (Stärke: 8,6)
28.12.1908
83.000-100.000
Messina und Kalabrien, Sizilien / Italien (Stärke: 7,5)
13.01.1915
29.980-32.000
Avezzano, Abruzzen / Italien (Stärke: 7,5)
16.12.1920
100.000-180.000
Jiangsu / China
1920
80.000
Kansu / China (Stärke: 8,6)
01.09.1923
105.000-143.000
Sagamibucht / Yokohama und Tokio / Japan (Stärke: 8,3)
22.05.1927
200.000
Nanshan / China
1927
100.000
Kansu / China (Stärke: 8,3)
26.12.1932
70.000
Kansu und Jiangsu / China (Stärke: 7,6)
26.-
27.12.1939
33.000
Anatolien / Türkei (Stärke: 7,5)
09.09.1954
1.700
Orleansville / Algerien / Afrika
04.10.1957
7
Kerkenna-Inseln / Tunesien / Afrika
21.02.1960
46
Melouza / Algerien / Afrika
29.02.1960
12.000
Agadir, Marokko / Afrika
21.05-
30.05.1960
5.450 Süd- und Mittelchile
Besonders bekannt geworden durch die ausgelösten Tsunamis, die den gesamten Pazifik innerhalb eines Tages überquert haben.
21.02.1963
264
Barce / Libyen / Afrika
27.03.1964
178 "Karfreitagsbeben" in Alaska: (Stärke: 8,5)
- hat ebenfalls schwere Tsunamis ausgelöst, die bis Kalifornien Schäden angerichtet haben.
20.03.1966
104
Uganda / Afrika
20.03.1966
57
Kongo / Afrika
18.05.1966
90
Beni / Kongo / Afrika
31.07.1970
70.000 Peru
06.05.1976
1.000
Friaul / Italien (Stärke: 6,5)
28.07.1976
255.000 Provinz Hopeh / Nordost-China: Das verlustreichste Erdbeben des Jahrhunderts. Die Millionenstadt Tangshan wurde durch ein Erdbeben der Stärke: 8,2 (8,0) völlig zerstört, offiziell kamen 242.000 Menschen ums Leben, es sollen aber noch viel mehr gewesen sein (zwischen 500.000 und einer Million geschätzt, von NOAA werden 655.000 angegeben)
10.10.1980
2.600 El Asnam / Algerien / Afrika
23.11.1980
3.000 Süditalien /Stärke 6,8
22.12.1983
440
Guinea / Afrika
19.09.1985
9.000 Mexiko City /Stärke: 8,1
07.12.1988
25.000 Armenien / Stärke: 6,9
29.10.1989
24
Tipasa / Algerien / Afrika
21.01.1990
50.000
Gilian und Sanjan, Kaspisches Meer und Iran (Stärke: 7,7)
20.05.1990
31
Sudan / Afrika
16.07.1990
2.000
Urlaubsregion Baguio, u.a. O. / Philippinen (Stärke: 7,7)
20.06.1990
25.000-35.000 Nordiran / Stärke: 7,7
01.02.1991
1.200
Pakistan und Afghanistan
20.10.1991
1.600
Nordindien (Stärke: 6,1)
30.09.1993
22.000
Süden und Westen von Indien - Grenzregion der Unionsstaaten Maharasthra, Andhra Pradesch und Karnataka. (Stärke: 6,4)
12.12.1993
2.200
Indonesien: Provinz Ost Nusa Tenggara
19.01.1994
3.600
: 20.000 Verletzte, 230.000 Obdachlose, 10.000 Soldaten im Einsatz, 140.000 Brote verteilt, 127.000 Lance-Pakete verteilt, 3 % sind versichert und 50 Mrd. U$ Schaden. 
17.01.1995
5.378
(Stand: 17.01.1995)

5.503
(Quelle: "The World Almanac" 1999)

6.055
(Quelle: Harenberg "Schlüsseldaten 
des 
20. Jahrhunderts" (2000)

Japan: 05:47:(20 sek.) Uhr - Schweres Erdbeben in der Region Kobe im Westen Japans sind vermutlich bis zu 5.500 Menschen getötet werden. Rund 6.300 Personen wurden verletzt. Allein in Kobe verloren mehr als 90.000-300.000 Menschen ihr Zuhause. Das Epizentrum des Erdstösses der Stärke: 7,2 (Richterskala)lag 20 km tief unter der Insel Awajishima in der Bucht von Osaka. Das schwerste Beben in der Region seit 1923 und 1948. Erste Schätzungen der Schäden 40-60 Milliarden Dollar (9,5 Bio. Yen).
17.08. 1999 und November 1999
17.000
Türkei: Mit der Stärke von 7,4 wurden in der dicht besiedelten Region von Izmir in der Nähe der Millionenmetropole Istanbul ca. 17.000 Menschen getötet.
03.02.2002
43
Türkei: Stärke 6,0 in Afyon
- - Interessante Links
ngdc.noaa.gov/cgi-bin/seg/haz/ffq_result.pl
ngdc.noaa.gov/seg/hazard/hazards.html
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