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RUBRIK ::: KATASTROPHEN

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UpDate: 10.01.2017

HOME>THEMEN >KATATROPHEN 1
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KATASTROPHEN 1 - LAND / LUFT / SEE / NATUR
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Luftfahrt Natur Titanic U-Boot "Kursk" Tunnel
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U-BOOTE
U-Boot der russischen Marine
Ein ähnliches russisches U-Boot
DATEN DER KURSK
- Bezeichnung: K-141
- 154 Meter lang
- 18.000 Tonnen schwer
- grösstes Mehrzweck-U-Boot der Welt
- zwei Atomreaktoren
- Bewaffnung: 24 Raketen
- konnte bis zu 120 Tage unter Wasser fahren
- gesunken durch zwei schwere Explosionen im Inneren
- sank am 12.08.2000, 150 km vor dem Heimathafen Murmansk (Halbinsel Kola) in 108 m Tiefe (350 feet) Gebiet: Barents See
- 118 tote Seeleute
- Geografische Daten: 69'40 N, 37'35 E
- Hebung: Okt. 2001 durch eine niederländische Bergungsfirma gehoben und in das Marinedock Rosljakowo gebracht
- Link: www.kursksalvage.com
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U-BOOT "Kursk"
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Moskau - Das russische Atom-U-Boot "Kursk" sank am Samstag, 12. August 2000, auf den Grund der Barentssee. Die russische Marine versuchte vergeblich, Überlebende der 118 Mann Besatzung aus dem in 100 Meter Tiefe liegenden Boot zu bergen.

Samstag, 12. August 2000:

Norwegische Seismologen registrieren gegen 09.30 Uhr MESZ zwei Unterwasser-Explosionen in der Barentssee. Es ist wahrscheinlich das Unglück der "Kursk". Vermutlich ist mehr als die Hälfte der Besatzung sofort tot. Das Boot wird von der russischen Marine erst vermisst, nachdem es sich um 21.30 Uhr MESZ nicht für einen vereinbarten Funkkontakt meldet.

Sonntag, 13. August 2000:

Um 1.21 MESZ wird das U-Boot auf dem Meeresgrund etwa 100 Seemeilen nordöstlich des Hafens Murmansk entdeckt. Sieben Stunden später treffen Rettungsschiffe ein. Per Klopfzeichen bitten die eingeschlossenen Seeleute um Atemluft und berichten von überfluteten Kammern. Die Öffentlichkeit weiss noch nichts von dem Unglück.

Montag, 14. August 2000:

Kurz vor 9 Uhr MESZ, erst 48 Stunden nach dem Unglück, gibt die russische Marine den Untergang der "Kursk" bekannt. Die Klopfsignale aus dem Boot brechen ab. Erst am Abend wird eine erste Zahl von 116 Mann Besatzung genannt, die später auf 118 berichtigt wird.

Dienstag, 15. August 2000:

Bei angeblich starker Unterwasserströmung und einer Sicht von nur zwei Metern versuchen Piloten russischer Rettungskapseln immer wieder vergeblich, an die Ausstiegsluken der "Kursk" anzudocken.

Mittwoch, 16. August 2000:

Nach tagelanger Verzögerung nimmt Russland das Hilfsangebot des Westens an. Das britische Rettungs-U-Boot "LR5" wird nach Norwegen geflogen und in Trondheim an Bord eines Spezialschiffes gebracht, das am nächsten Morgen zur Barentssee ausläuft. Auch norwegische Taucher machen sich auf den Weg.

Donnerstag, 17. August 2000:

Rund um die Uhr laufende russische Rettungsversuche sind weiterhin erfolglos. Vermutlich ist die Luke der "Kursk" beschädigt.

Freitag, 18. August 2000:

Russlands Präsident Wladimir Putin kehrt nach scharfer Kritik an seiner Haltung aus dem Urlaub am Schwarzen Meer nach Moskau zurück. Die Rettungsversuche schlagen weiterhin fehl.

Samstag, 19. August 2000:

Die russische Marine teilt mit, dass die gesamte Mannschaft der "Kursk" vermutlich tot ist. Erst jetzt treffen die britischen und norwegischen Retter am Unglücksort ein.

Sonntag, 20. August 2000:

Am Vormittag werden norwegische und britische Tieftaucher zum Wrack der "Kursk" herabgelassen. Sie melden, dass die einzig mögliche Einstiegsluke beschädigt ist. Ein Andocken von "LR5" ist nicht möglich.


Radioaktive Gefahr?

Von Thomas Borchert

Oslo - Norwegens Militärs und Umweltschützer in Oslo meinen in seltener Einmütigkeit, dass die komplette Bergung des havarierten Atom-U-Bootes "Kursk" der beste Schutz vor radioaktiven Gefahren für die Barentssee wäre. Während Admiral Einar Skorgen als Chef der bisherigen Osloer Hilfsaktion am Dienstag postwendend zur Tat schritt und erste Gespräche mit Bergungsfirmen im eigenen Land und in Holland führte, warnte der Experte der auf Umweltgefahren durch die russische Nordflotte spezialisierten Organisation Bellona, Thomas Nilsen, vor schnellen Entscheidungen: "Man sollte unter allen Umständen mindestens zwei Monate warten, um ganz sicher sein zu können, wie es bei den beiden Reaktoren aussieht."

Nilsen hält die Gefahr einer Kernschmelze der beiden Reaktoren nach dem Verlauf der Rettungsarbeit ohne irgendwelche unnormale Radioaktivität am Wrack für inzwischen "nahe Null". Das U-Boot sei bei der Havarie auch erst drei Tage auf See und die Reaktoren deshalb noch nicht besonders heiss gewesen. All das aber bedeute nicht, dass eine Bergung des immerhin über 18.000 Tonnen schweren Bootes nicht zu gefährlichen Reaktionen der Atomreaktoren führen könne.

"Natürlich wäre es am besten, das Boot an Land zu bringen, dort die Toten zu bergen und das Wrack nach allen Regeln der Kunst zu entsorgen", erklärte Nilsen. Wenn sich das aber als zu gefährlich erweise, müsse man eben Alternativen für eine möglichst sichere Verwahrung des Wracks in 108 Meter sorgen.

Als Möglichkeiten nannte der Norweger die in Russland angeblich erfolgreich erprobte Methode, die komplette Reaktorsektion des Bootes mit speziellen chemischen Substanzen zu umgeben und zu isolieren. "Das soll 500 Jahre Sicherheit geben", meinte der Bellona-Mann, allerdings mit einer gewissen Skepsis in der Stimme. Man könne die Reaktoren notfalls auch, wie bei dem 1989 in 1.000 Meter Tiefe gesunkenen Atom-U-Boot "Komsomolez", mit Metallplatten ummanteln, um das Aussickern von Radioaktivität in Wasser "wenigstens weitgehend zu verhindern". Dies sei aber die schlechteste der denkbaren Alternativen.

Wiederum völlig einig mit der militärischen Führung im NATO-Land Norwegen ist sich Bellona mit der Annahme, dass Russland nicht in der Lage sein wird, die Umweltprobleme nach dem Untergang des Atom-U-Bootes allein zu bewältigen. Nilsen: "Die russischen Militärs haben seit dem Unglück schon so viele Fehler gemacht. Sie werden auch in Zukunft nicht ohne internationale Hilfe auskommen."

Dass Norwegens Aussenministerium und die militärische Führung ohne Zögern positiv auf die russische Bitte um Hilfe bei den weiteren Bergungsarbeiten reagierten, dürfte auch handfeste wirtschaftliche Gründe haben. Für die Fischerei des skandinavischen Landes stellt die arktische Barentssee eine der wichtigsten Einnahmequellen überhaupt dar. Dass dieses Gebiet nicht noch stärker als ohnehin schon den Ruf eines "Atomfriedhofs" bekommt, gilt in Oslo als nicht ganz unerhebliches Ziel aller eigenen Anstrengungen.

Völlig ungeklärt bleibt vorerst, wer die immensen Kosten einer etwaigen Bergung des gesamten U-Bootes tragen soll. Dazu gab es auch noch keine offizielle Stellungnahme aus Oslo. "Wie auch die Lasten verteilt werden - ohne organisatorische und finanzielle Hilfe aus dem Westen wird das nie etwas", meinte Nilsen und erinnerte an die komplette Unfähigkeit bei den russischen Stellen in der Woche nach dem Unglück: "Wir waren ja hier in Oslo eigentlich immer besser im Bilde als unsere Mitarbeiter in Murmansk. Dort herrschte schon von den Informationen her ein wildes Chaos."



"Kursk" von russischer Rakete versenkt

Das in der Barentssee mit 118 Mann Besatzung verunglückte russische Atom-U-Boot "Kursk" ist nach einem Bericht der "Berliner Zeitung" von der eigenen Marine versenkt worden. Eine moderne Anti-U-Boot-Rakete, die vom russischen Kreuzer "Peter der Grosse" abgefeuert wurde, habe die Katastrophe verursacht, berichtet danach der russische Inlandsgeheimdienst FSB.

Russische Militärs vertraten bisher energisch die Auffassung, dass die "Kursk" von einem ausländischen U-Boot gerammt worden sei. In einem ersten ausführlichen Bericht russischer Augenzeugen hiess es jetzt, dass der Bug des U-Boots durch eine Explosion vollständig weggesprengt worden sei. Die vordere Sektion des Bootes, die Torpedo-Kammer, sei "wie mit einem Fallbeil abgeschnitten", sagte der Kommandant einer russischen Rettungskapsel. Er hatte wenige Tage nach dem Unglück drei Tauchgänge zu dem auf Grund der Barentssee liegenden Boot unternommen. (09.09.2000)


" K U R S K "

Bergungsaktion macht Fortschritte

Hoher Seegang hatte immer wieder die Bergungsarbeiten verzögert. Jetzt aber sind Spezialtaucher zum Wrack des verunglückten russischen Atom-U-Bootes "Kursk" abgetaucht.

Wie Marinesprecher Igod Dygalo der Agentur Interfax sagte, wurde die Kapsel mit zwei russischen und einem britischen Taucher von Bord des Spezialschiffes "Majo" aus in 100 Meter Tiefe in der Nacht hinuntergelassen worden.

"Die russischen Taucher markierten Punkte für Löcher an der Aussenhaut des Wracks, an denen später Stahlseile zur Bergung des Wracks befestigt werden sollen. Ihr britischer Kollege blieb während des Einsatzes zur Sicherung in der Tauchkapsel am U-Boot", sagte Dygalo.

Eine zweite Gruppe wird am Wrack Ausrüstungen zum Ausschneiden von insgesamt 26 Löchern installieren. Die Löcher werden dann mit einem millimeterdünnen Wasser-Abrasiv-Strahl bei einem Druck von 1.500 Atü gebohrt. Das Ausschneiden eines Loches wird etwa eine Stunde Zeit in Anspruch nehmen.

Eine dritte Gruppe, deren Einsatz für späten Samstagmittag geplant war, sollte Punkte für Löcher an der Aussenhülle der dritten, der vierten und der fünften Sektion markieren. Eine vierte Mannschaft wird ähnliche Arbeiten im Raum der siebten und der achten Sektion durchführen.

Die "Kursk" war am 12. August letzten Jahres nach der mutmasslichen Explosion eines bordeigenen Torpedos mit 118 Mann Besatzung in der Barentssee gesunken. Anfang November letzten Jahres waren bereits 12 Leichen aus dem hinteren Teil des U-Bootes geborgen worden. Einige der Seeleute hatten das Unglück noch mehrere Stunden überlebt, bis der Luftvorrat aufgebraucht war. (21.07.2001)

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