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Deutsches Fernsehballett des MDR
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40 Jahre Fernsehballett (in der "DDR" bis heute): 1962-2008
 
Die MDR Deutsches Fernsehballett GmbH - ein Unikat im europäischen Showbiz

Sie sind bei einem in wahrsten Sinne des Wortes "einmaligen" Unternehmen beschäftigt: Die 26 Tänzerinnen und Tänzer der MDR Deutsches Fernsehballett GmbH schwingen für das einzige Fernsehballett Europas ihre schönen Beine - die TV-Compagnie ist also in der europäischen Showlandschaft ein absolutes Unikat. Hervorgegangen ist das MDR Deutsche Fernsehballett aus dem ehemaligen Tanz-Ensemble des DDR-Fernsehens/DFF, das 1992, nach der "Abwicklung" des DFF privatisiert und in die gesellschaftsrechtliche Form einer GmbH überführt wurde.

Noch vielen Zeitgenossen ist der erbitterte, in der Geschichte des Showbiz wohl einmalige Kampf des Ensembles um seinen Weiterbestand sowie die Anerkennung und Unterstützung der Compagnie als "erhaltenswertes Kulturgut" der ehemaligen DDR durch die Macher aus Showbiz und Fernsehunterhaltung in lebhafter Erinnerung. Besonders hohe Wellen schlug damals die dramatische Rettung des Fernsehballetts durch die Verantwortlichen der NFL (Gesellschaft zur Abwicklung der Rundfunkeinrichtung), der Intendanten und Direktoren von ZDF und ARD - hier allen voran der damalige MDR Fernsehdirektor Henning Röhl: Der bot buchstäblich in letzter Minute dem hochgelobten Ensemble die Anbindung an den Mitteldeutschen Rundfunk an und trommelte eine Gruppe privater Investoren zusammen, die zusammen mit der öffentlich-rechtlichen Anstalt die MDR Deutsches Fernsehballett GmbH gründeten.

Dem Durchhaltevermögen des Ensembles und der Gesellschafter ist es zu verdanken, dass aus der jungen Geschichte der MDR Deutsches Fernsehballett GmbH eine richtige Erfolgsstory geworden ist. Seit 1996 erwirtschaftet die Tanz-GmbH unter Leitung ihres Geschäftsführers Knut Vietze die notwendige Summe zur Deckung des jährlichen Budgets von 2,5 Mio. DM. Die Gesellschafter sind MDR-Tochter DREFA Media Holding GmbH, Leipzig (40%), PR Video, eine 100prozentigen Tochter des Filmproduktionsunternehmens Provobis, Hamburg (30%), Deutsche Künstleragentur und Berkovics Promotion - Produktion und Show-Service GmbH, Berlin, (20%) sowie das Ensemble des MDR Deutschen Fernsehballetts (10%). Haupteinnahmequelle der MDR Deutsches Fernsehballett GmbH sind - wie der Name des Unternehmens schon sagt - die Honorare aus Engagements für die grossen Unterhaltungsshows im Ersten, im ZDF und den Dritten Fernsehprogrammen.

Die 26 Tänzerinnen und Tänzer gehören zum "festen Inventar" zahlreicher TV-Quotenhits wie beispielsweise der "Feste der Volksmusik" (ARD) mit Showmasterin Carmen Nebel und auch der beliebte Moderator Max Schautzer setzt das Ballett Jahr für Jahr bei seiner 10-teiligen Sommershow "Immer wieder Sonntags" ein. Ein grosser Freund und Fan des Ensembles ist ebenfalls Entertainer Dieter Thomas Heck, der praktisch in allen seinen Musikshows u.a. "Melodien für Millionen" die Compagnie über die Bühne wirbeln lässt. Der häufige Einsatz des Ensembles in den quotenstarken Fernsehshows mit den oft höchsten Marktanteilen ihres TV-Formats hat für das MDR Deutsche Fernsehballett noch einen super "Nebeneffekt": Die Compagnie gehört bislang Jahr für Jahr mit über 140 Millionen erreichten Fernsehzuschauern zu den meistgesehenen Ensembles in ganz Europa. Mit voraussichtlich 36 Fernsehsendungen, die das Fernsehballett im Jahr 2002 absolviert (Stand: 01. August 2002) wird das Ensemble wahrscheinlich eine persönliche Bestleistung aufstellen und auf die astronomische Rekordmarke von 145 Millionen erreichten Fernsehzuschauern zusteuern. Auch in fiktionalen Formaten spielen die bekannten Gesichter der Compagnie eine Rolle: Die Tänzerinnen und Tänzer werden gern als Schauspieler engagiert und wirkten bereits in so bedeutenden TV-Produktionen wie dem Dreiteiler "Tanz auf dem Vulkan" und "Tatort: Bei Auftritt Mord" (9,65 Mio Zuschauer, 29 % Marktanteil) mit.

Der extrem hohe Bekanntheitsgrad des Ensembles ist eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Vermarktung der Compagnie auf einem weiteren Aufgabengebiet: Dem Einsatz im privatwirtschaftlichen Entertainment auf Tourneen, Messen, Galas, Betriebsfeiern, Kreuzfahrten, Modenschauen, Kosmetik- und Modeshootings und sogar Hochzeiten. Mit voraussichtlich 9 Galas, 55 Tourneeterminen mit dem "Frühlingsfest der Volksmusik" und dem noch bevorstehenden "Weihnachtsfest der Volksmusik", moderiert von Carmen Nebel sowie 15 Schiffstagen auf dem Nobelkreuzer MS Europa (Hapag Loyd) hat sich das MDR Deutsche Fernsehballett neben dem Fernsehgeschäft ein wichtiges zweites wirtschaftliches Standbein erarbeitet.

Auch in diesem Unternehmensbereich ist das Ensemble in diesem Jahr wieder stark gebucht und wird streckenweise an die Grenzen seiner Kapazitäten stossen. Wie das "Who is who" der deutschen Verbände, der Industrie- und Dienstleistungsunternehmen liest sich die Kunden- und Referenzliste des MDR Deutschen Fernsehballetts: Angefangen von den grossen Messeveranstaltern in Frankfurt a.M. (IAA) und Düsseldorf (IGEDO) über Daimler Chrysler, Honda, Sony, Schering, ADAC, Vedes Jacobs, Quelle, Falke, Otto Kern bis hin zum Deutschen Stahlbau-Verband - sie alle haben neben weiteren renommierten Unternehmen aller Wirtschaftszweige das Fernsehballett gebucht und mit der Compagnie einen Event gestaltet, der zielgruppenadäquat dem Firmenimage, dem zu präsentierenden Produkt und nicht zuletzt dem Geschmack der geladenen Gäste entsprach. Flexibel ist die Compagnie auch, was die Grösse der aufzutretenden Truppe angeht: Ob grosse oder kleine Bühne, dicker oder schmaler Geldbeutel - angefangen vom Duo über ein acht- oder 12-köpfiges Ensemble zu einer 16er Formation bis hin zur kompletten Mannschaft mit 26 Tänzerinnen und Tänzer ist fast jede Besetzungsstärke möglich.

Ob drei Einzeltänze im laufenden Programm oder die komplette Gestaltung des Showabends mit einem 90-minütigen Revueprogramm - der Auftrittsdauer sind "fast keine Grenzen" gesetzt. Auf den Firmenevents und Produktpräsentationen demonstriert das Fernsehballett dann gern, dass es bei seinen "hautnahen" Auftritten hält, was die grossen TV-Shows immer versprechen: geboten wird makellose Ästhetik, absolute Synchronität und mitreissende Dynamik. Basis dieser umfassenden und vielseitigen Einsatzmöglichkeiten der internationalen Compagnie sind ein millionenschwerer Kostümfundus und ein Repertoire, das praktisch alle Spielarten des Modern Dance, daneben Revuetanz, Folklore, Tanztheater, klassisches Ballett und Akrobatik umfasst. Ob Walzer, Tango, Marsch, Jodler, Schlager, Musical, Rock und Pop, Hip Hop oder Rap - der bekannte künstlerische Leiter des Ensembles, Ferenc Salmayer und seine Kollegin, Choreographin Ophelia Vilarova, setzen praktisch jeden Musikstil choreographisch um und zeichnen daher für die enorme Vielseitigkeit und Ausdruckskraft des Ensembles verantwortlich.

Die berühmte Choreographin und künstlerische Leiterin Emöke Pösteniy wurde im Juni 2002 nach langjähriger Arbeit mit grossem Dank verabschiedet.

Einstudiert werden die eleganten, fantasievollen, tänzerischen Creationen der beiden Topchoreographen im 400 qm grossen Ballettsaal des SFB-Fernsehzentrums in Berlin-Charlottenburg, wo die insgesamt 34 festangestellten und 3 freien Fernsehballett-Mitarbeiter aus 8 Nationen seit 1992 ihr Domizil gefunden haben.

1962
Ballettmeister und Tanzprofi Günter Jätzlau gründet im Auftrag des DDR-Fernsehens das Fernsehballett und engagiert 8 Tänzerinnen.

1962-1967
Die Compagnie wird im Laufe der Jahre vergrössert und hat schliesslich 20 Ensemblemitglieder. Gastchoreographen bestimmen das künstlerische Niveau, ohne dem Ensemble ein Image oder einen eigenen Stil zu geben.

1967
Walter Schumann, vorher Solotänzer und Choreograph am Ostberliner Friedrichstadt-Palast, wird fest angestellt und schafft optimale Arbeitsbedingungen. Er organisiert einen grossen Ballettsaal, Fertigungsateliers für Kostüme und engagiert Kostümbildner, Musik- und Ballettmeister. Künstlerpersönlichkeiten werden gefördert und haben die Möglichkeit, sich weiter zu entwickeln: So werden die zwei besten Tänzerinnen, Emöke Pöstenyi und Susan Baker, zu einem Solistenpaar ähnlich den Kessler-Zwillingen aufgebaut.

1978
Der choreographische Nachwuchs, der sich aus den Solisten des Ensembles rekrutiert, betritt die Kreativbühne. Emöke Pöstenyi, später auch Ferenc Salmayer, kennen die Spezifik einer Fernsehchoreographie und entwickeln diese weiter. Sie prägen im wesentlichen das Format und den Stil des heutigen Fernsehballetts und machen es zu einem profilierten Showballett, das internationale Anerkennung findet.

1982
Tänzerpersönlichkeiten mit solistischem Format wie Ophelia Vilarova und Maik Damboldt, der bereits choreographische Ambitionen zeigt, erhalten ein Engagement. Sie werden zu Identifikationsfiguren des Publikums und zu Fernsehlieblingen.

1990
Nach der Wende kommt das "Aus" für das Fernsehen der DDR, die Zukunft des Fernsehballetts ist ungewiss.

1991
Emöke Pöstenyi wird der "Telestar" verliehen: Sie nutzt die Preisvergabe zu einem leidenschaftlichen Appell an die anwesenden Prominenten aus Film, Funk, Fernsehen und der Unterhaltungsbranche sowie an die Deutsche Fernsehnation, das Fernsehballett zu erhalten. Ihre Worte finden Gehör. / Gala anlässlich der Verleihung des Europäischen Filmpreises "Felix"

Ende Dezember '91, kurz bevor das DDR-Fernsehen eingestellt wird, bietet Henning Röhl, damaliger Fernsehdirektor des MDR, dem Ballett die Anbindung an seine ARD-Anstalt an. In einer Blitzaktion werden weitere potentielle Gesellschafter, die sich für das Ballett engagieren wollen, gefunden.

1992
Im Januar wird die MDR Deutsches Fernsehballett GmbH gegründet. Die NFL trägt die Gehälter der angestellten Ensemblemitglieder noch bis Juni '92 weiter. Im Juli '92 wird die junge GmbH in die freie Markwirtschaft entlassen. Seitdem trägt die MDR Deutsches Fernsehballett GmbH die Verantwortung für die Finanzen.

Im Februar '92 wird das MDR Deutsche Fernsehballett mit der "Goldenen Kamera" ausgezeichnet.

Im November '92 wird das Ensemble 30 Jahre alt. Selbst Bundeskanzler Kohl schickt seine Glückwünsche zum runden Geburtstag.

Das Ensemble muss sein Quartier im Ostberliner Johannesthal räumen. Der Sender Freies Berlin stellt der Compagnie seinen Ballettsaal im SFB-Fernsehzentrum zu Verfügung. Am 26.5.92 zieht das Ensemble des MDR Deutschen Fernsehballetts in die Westberliner Masurenallee um.

1994
Im April '94 wird das MDR Deutsche Fernsehballett mit der Statue des Paul-Klinger-Sozialvereins, einer Künstlerkasse, ausgezeichnet. Das Ensemble erhält den Preis für seinen Zusammenhalt und seine Solidarität in der Wendezeit, die massgeblich zur Rettung des Ensembles beigetragen haben.

Im Juli '94 wird der Auftritt des MDR Deutschen Fernsehballetts in der ersten Modeoper der Welt, "Mimi - La Bohème" (in Zusammenarbeit mit Otto Kern), zum Sensationserfolg. Zahlreiche Anfragen für Engagements gehen ein. Es beginnt die Phase der wirtschaftlichen Konsolidierung der MDR Deutsches Fernsehballett GmbH.

Im September '94 wird das Ballett erstmals auch von einem privaten Fernsehsender gebucht: Die Compagnie tritt in der "Gottschalk Late Night Show" (RTL) auf. Weitere Auftritte bei kommerziellen TV-Anbietern folgen.

Ende des Jahres '94 wird das für die ARD produzierte TV-Special "Alles balletti" mit dem MDR Deutschen Fernsehballett für das internationale Filmfestival "Goldene Rose" in Montreux (01.-07.05.1995) nominiert.

1995
Im Mai 1995 spielt das MDR Deutsche Fernsehballett zusammen mit dem Sinfonieorchester, dem Chor und Kinderchor des MITTELDEUTSCHEN RUNDFUNKS unter dem Dirigat von Daniel Nazareth Carl Orffs "Carmina burana" für das Fernsehen ein. Die Compagnie setzt in dieser Inszenierung die Musik und die Texte des Werkes szenisch um.

Einen weiteren hochkarätigen Fernsehpreis erhält das MDR Deutsche Fernsehballett im Herbst 1995: Für das TV-Special "Alles balletti" wird dem Ensemble die "Goldene Antenne" des 5. Internationalen Fernsehfestivals im bulgarischen Blugoevgrad verliehen.

Jürgen Haase, der als Geschäftsführer von 1992-1995 die Ballett-GmbH geleitet hat, scheidet in dieser Funktion am Jahresende aus.

1996
Als neuer Geschäftsführer wird Knut Vietze, Herstellungsleiter beim MDR-FERNSEHEN, zum 01.01.1996 berufen. Zum selben Zeitpunkt steigt die drefa Filmatelier GmbH, Dresden, als Mitgesellschafter bei der Ballett-GmbH ein. Mit der veränderten Gesellschafterstruktur geht eine Verdoppelung des Stammkapitals der GmbH einher.

Viel Beachtung finden zwei TV-Spielfilme, der Tatort "Bei Auftritt Mord" (9,65 Mio. Zuschauer) und der Dreiteiler "Tanz auf dem Vulkan", in denen die Ensemblemitglieder des MDR Deutschen Fernsehballetts nicht nur als Tänzer, sondern auch als Schauspieler agieren. "Goldener Löwe" (RTL-Gala)

Erstmalig überschreitet die MDR Deutsches Fernsehballett GmbH mit dem Geschäftsjahr 1996 die Gewinnschwelle. Das Budget von 2,5 Mio. DM wurde erwirtschaftet, ein kleiner Überschuss dafür eingesetzt, die in den letzten Jahren angefallenen Verbindlichkeiten abzubezahlen.

Neben 25 Tourneeauftritten und 11 Galas hat das MDR Deutsche Fernsehballett im Geschäftsjahr 1996 28 Fernsehauftritte bei ARD, ZDF und RTL absolviert und dabei (nur auf bundesweite Erstausstrahlungen bezogen) insgesamt über 122 Mio. Fernsehzuschauer erreicht - eine Kontaktzahl, die kaum ein anderes Ensemble vorweisen kann.

1997
Im Juni 1997 steht das MDR Deutsche Fernsehballett für ein ARD-TV-Special "Tango Passion" und die "ARD-Gala zur Eröffnung der Internationalen Funkausstellung" vor der Fernsehkamera.

Am 11.10.1997 feiert das MDR Deutsche Fernsehballett das Jubiläum seines 35jährigen Bestehens. In der ARD-Sendung "Herbstfest der Volksmusik" wird das Ensemble gewürdigt, namhafte Künstlerkollegen aus Film, Funk und Fernsehen gratulieren.

Mit einem neuen Zuschauerrekord kann das MDR Deutsche Fernsehballett am Jahresende aufwarten: Über 135 Mio. Fernsehzuschauer haben das Ensemble 1997 in 39 TV-Produktionen tanzen sehen. Um die Existenz der berühmten Compagnie weiter abzusichern, sagt Henning Röhl, Fernsehdirektor des Mitteldeutschen Rundfunks und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der MDR Deutsches Fernsehballett GmbH, unter Zustimmung aller Gesellschafter und der Gremien des Mitteldeutschen Rundfunks eine Bestandsgarantie bis zum Jahr 2000 zu.

1998
Das MDR Deutsche Fernsehballett steht nach Shootings für die Modefirmen Falke und Otto Kern für eine grosse Fotoproduktion der Berliner Modefotografin Esther Haase im Auftrag der Zeitschrift "Gala" vor der Fotokamera. Das Ensemble demonstriert, dass es auch in Sachen Modefotografie und Werbung eingesetzt werden kann.

Mit einer glänzenden Bilanz beendet das MDR Deutsche Fernsehballett das Geschäftsjahr 1998: In 40 TV-Produktionen hat es über 140 Mio. Zuschauer erreicht und damit die Vorjahresergebnisse um weitere 5 Millionen Fernsehzuschauer getoppt. Mit 14 Galas im internationalen Rahmen und 30 Auftrittsterminen bei der Tournee "Frühlingsfest der Volksmusik" war die Compagnie voll ausgelastet.

1999
Mit Wirkung zum 01.01.1999 überträgt der Mitteldeutsche Rundfunk, Leipzig, seine Geschäftsanteile an der MDR Deutsches Fernsehballett GmbH auf die DREFA Media Holding GmbH, einer 100prozentigen Tochter des MDR. Damit hält die DREFA Media Holding 40%, d.h. die meisten Anteile an der Ballett-GmbH. Ansonsten bleibt die Gesellschafterstruktur unverändert.

März 1999, Henning Röhl, damaliger MDR-Fernsehdirektor legt den Vorsitz der Gesellschafterversammlung der MDR Deutsches Fernsehballett GmbH nieder. Zum neuen Vorsitzenden wird Prof. Jürgen Haase gewählt.

Dez. 1999, Mit einer rundum positiven Bilanz schliesst die MDR Deutsches Fernsehballett GmbH das Geschäftsjahr 1999 ab: Wieder haben über 140 Millionen Fernsehzuschauer die Compagnie in den grossen Unterhaltungsshows von ARD und ZDF tanzen sehen. Zum Ende des Jahres konnten sämtliche Verbindlichkeiten, die in den stürmischen Gründungsjahren nach der Wende entstanden waren, getilgt werden, die Compagnie ist schuldenfrei.

2001

"ARD-Gala zur Eröffnung der Internationalen Funkausstellung"

2002

6x "Feste der Volksmusik" (ARD/ORF Samstagabendshow seit 1994) / 1x "Krone der Volksmusik" (ARD/ORF Samstagabendshow seit 1998) / "Ein Leben wie im Flug – Hans-Dietrich Genscher wird 75" (ARD-Gala) / "Melodien für Millionen" (ZDF-Show seit 1992)

Das renommierte Ensemble feiert sein 40-jähriges Bestehen. Aus acht sind im Laufe der Zeit 30 Mitglieder geworden, zudem u.a. Susan Baker und Emöke Pöstenyi gehörten. Frau Pöstenyi ist heute für die wunderbaren & exklusiven Choreographien verantwortlich.

2003

Die Homepage des Tanzstudios von Susan Baker war offline.

2008

Die Homepage des Tanzstudios von Susan Baker www.tanzschule-susan-baker.de

Die Primaballerina Emöke Pöstenyi wurde 2OO2 60 Jahre alt

Ohne Zweifel, die DDR hatte ihre Stars. Die Tänzerin und Choreografin Emöke Pöstenyi war einer. Jeder, zu dessen Lebenserfahrung DDR-Fernsehen und Sendungen wie "Ein Kessel Buntes" gehören, kennt die langbeinige Schönheit aus Budapest.
Wer sich an Emöke Pöstenyi erinnert, denkt gleichzeitig an Susan Baker. Die beiden sind vor allem in den siebziger Jahren die Starsolisten des Fernsehballetts.
Das Fernsehballett selbst war eine Institution. Jedes Jahr flossen für die 30 Damen und Herren des Balletts drei Millionen Mark, viel Geld. Die Tänzer brillierten mit aussergewöhnlicher Synchronität. Der Aufwand für Choreografien, für Kostüme war enorm. Etwas Vergleichbares gab es im Westen nicht.
1960 kommt Emöke Postenyi aus Budapest in die DDR, zuerst an das Theater in Meiningen. Die 18-Jährige sehnt sich nach dem Grossstadt-Leben. 1962 engagiert sie der Friedrichstadtpalast in Berlin, 1963 das DDR-Fernsehen.

 

Um Susan Baker wurde es in den 80igern ruhiger, Emöke Postenyi bleibt beim Ballett - als Choreografin. Sie rettet "ihre" Compagnie über die Wende.
Das Tanz-Unternehmen ist nun eine GmbH, wird vom MDR co-finanziert, muss 1,3 Millionen Euro im Jahr erwirtschaften.
60 Jahre wurde Emöke Postenyi im März 2OO2. Am 29. Juni 2OO2 hat sie sich von Ihren Tänzern verabschiedet. Sie geht in den Ruhestand.
Info-Stand:
04.07.2002

LINKS
www.mdr-deutsches-fernsehballett.de
www.fernsehballett.com
Tanzstudio Susan Baker (Tanzschule in Dallgow)
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