Tunnel + Tunnelunglücke
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Eisenbahntunnel

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Name und Ort eröffnet Länge
1
Seikan (Japan) 1988 53.850 m
2
Eurotunnel (Frankreich / Grossbritannien) 1994 50.500 m
3
Daishimizu (Japan) 1982 22.200 m
4
Simplon II (Schweiz / Italien) 1922 19.823 m
5
Shin-Kammon (Japan) 1974 18.560 m
6
Apennintunnel (Italien) 1934 18.519 m
7
Rokko (Japan) 1971 16.250 m
8
Henderson (USA) 1975 15.800 m
9
Furka (Schweiz) 1982 15.407 m
10
Sankt Gotthard (Schweiz) 1882 14.998 m

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Strassentunnel . .
. Sankt Gotthard (Schweiz) 1980 16.332 m
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Chronik schwerer Tunnelunglücke
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(Stand: 25.10.2001.)
Unglückstag Was ist passiert?
24.10.2001

(Schweiz): 9 Tote insgesamt.

Bei einem Brand im Gotthard-Tunnel kommen mindestens neun Menschen ums Leben. Das Feuer bricht aus, als zwei Lastwagen etwa zwei Kilometer vor dem Südportal des Tunnels frontal zusammenprallen.

Airolo - Nach Angaben der Rettungskräfte sind vier der bisher
geborgenen Leichen Deutsche. Ausserdem wurden nach bisherigen Kenntnissen bei dem Inferno ein Luxemburger, ein Italiener, ein Franzose und ein Schweizer getötet. Dies teilte ein Polizeisprecher in Airolo mit. Die weiteren Opfer waren noch nicht identifiziert worden.

Das Feuer war nach dem Zusammenstoss zweier Lastwagen
ausgebrochen und hatte einen Abschnitt des Tunnels etwa einen Kilometer vor dem Südausgang in ein Inferno verwandelt. Über die endgültige Zahl der Opfer seien noch keine Angaben möglich, teilte die Tessiner Polizei mit.

Kurze Zeit nach dem Unfall in dem Schweizer Tunnel war die Rede von einem getöteten Lastwagenfahrer. Dann ging man von sechs Toten aus. Die Zahl wurde am Mittwochnachmittag zunächst auf neun, dann auf zehn korrigiert. Am Donnerstagmorgen war dann von 20 Toten die Rede.

Mit 17 Kilometern ist der 1980 eröffnete Gotthard-Tunnel der
zweitlängste Strassentunnel in Europa. Er erhielt bei Sicherheitsuntersuchungen wie etwa im Jahr 1999 vom ADAC immer gute Sicherheitsnoten. In den vergangenen Jahren war es in den Alpentunneln immer wieder zu Unfällen mit Bränden gekommen, bei denen Dutzende Menschen starben. Bei einem Unfall im Montblanc-Tunnel 1999 starben 39 Menschen. Im Tauern-Tunnel in Österreich kamen im selben Jahr zwölf Menschen ums Leben. Damals verbrannten 16 Lastwagen und 24 Autos. Auch im 1980 eröffneten Gotthard-Tunnel waren in den vergangenen Jahren wiederholt Feuer ausgebrochen.

In der Schweiz gibt es seit längerem eine Diskussion über den Bau einer zweiten Röhre für den Gotthard-Tunnel. Dies würde verhindern, dass der Verkehr sowohl nach Norden als auch nach Süden durch die gleiche Röhre geleitet werden muss. Die Regierung ist gegen einen solchen Bau, da sie den Schwerverkehr auf die Schiene verlagern möchte. Experten haben erklärt, dass eine zweite Röhre das Problem nicht lösen würde. Auch wenn es keine Zusammenstösse mehr gebe, so sei immer noch mit Auffahrunfällen zu rechnen. Mehr Sicherheit versprächen einzig eine Begrenzung der Geschwindigkeit, rigoros überwachte Abstandsvorschriften und Kontrollen der Ladung. Einer der nun verunglückten Lkw hatte Reifen geladen.

Der Bau einer zweiten Gotthard-Röhre wäre derzeit gesetzlich nicht möglich. Die Alpeninitiative, die 1996 überraschend gegen den Widerstand der Regierung in einer Volksabstimmung angenommen wurde, verbietet grosse Strassenverkehrsinvestitionen im Alpenbereich.

Ziel der Initiative war es, den Verkehr auf die Schiene zu verlagern. Inzwischen liegt eine zweite Initiative vor, die Avanti-Initiative, die den Ausbau der wichtigsten Schweizer Autobahnen auf sechs Spuren und eine zweite Röhre für den Gotthard-Strassentunnel fordert.

17.10.2001 Ein Lastwagen fährt im dänischen Guldborgsund-Tunnel zwischen Kopenhagen und dem Fährhafen Rödby bei dichtem Nebel auf einen Pkw auf und verursacht eine Massenkollision. Fünf Menschen kommen ums Leben, neun weitere werden zum Teil schwer verletzt.
0 3.09.2001 Im Gleinalmtunnel in der Steiermark gerät ein Reisebus in Brand. Der Tunnel wird gesperrt, verletzt wird niemand.
31.08.2001 Bei drei Verkehrsunfällen in österreichischen Tunnels werden insgesamt zwei Menschen getötet und neun weitere verletzt: Im Lainbergtunnel in Oberösterreich kommen bei einer Frontalkollision zwei Österreicher ums Leben, zwei Deutsche werden verletzt. Wenige Stunden zuvor wird ein Frau schwer verletzt, als ihr Wagen gegen den Eingang des Sonnsteinstunnels prallt. Am gleichen Tag werden im Kärntner Katschbergtunnel bei einer Kollision sechs Menschen verletzt.
26.08.2001 Bei einem Frontalzusammenstoß werden im Gotthardtunnel sechs Menschen zum Teil schwer verletzt.
13.08.2001 Ein italienischer Reisebus mit 30 polnischen Pilgern prallt gegen die Einfahrt des Reigersdorftunnels bei Klagenfurt in Kärnten. 24 Personen werden verletzt, einige davon schwer.
0 8.08.2001 Beim Frontalzusammenstoss eines Kleinlasters mit einem Bus kommen im Ambergtunnel in Vorarlberg drei Menschen ums Leben, vier weitere werden verletzt.
06.08.2001 (Österreich): Im Gleinalmtunnel, der österreichischen Pyhrnautobahn nördlich von Graz in der Steiermark, stossen ein Auto und ein Minivan zusammen. Der Minivan gerät in Brand: Fünf Menschen, darunter drei Kinder, sterben. Der Auto-Fahrer und drei Kinder erleiden schwere Verletzungen.
12.04.2001 ( Österreich): Bei einer Massenkarambolage im Helbersbergtunnel (Bundesland Salzburg) wird ein niederländischer Wagen zwischen zwei Lastwagen zermalmt: Die zwei Frauen im Auto sterben.
11.11.2000 (Österreich): Beim Brand in der Standseilbahn zum Kitzsteinhorn kommen 155 Menschen ums Leben.
10.01.2000 (Tauerntunnel): Ein Brand verläuft glimpflich. Ein Lastwagen fängt Feuer, der Fahrer und die Insassen aller beteiligten Autos können sich retten.
29.06.1999 (Norwegen): Bei einer Explosion in einem im Bau befindlichen Tunnel südlich von Oslo werden zwei Feuerwehrleute und ein Bauarbeiter getötet und 14 Menschen verletzt.
29.05.1999 ( Österreich): Im Tauerntunnel löst ein mit Lackprodukten beladener Lastwagen eine Massenkarambolage und ein Feuer aus. Zahlreiche weitere Fahrzeuge werden verwickelt. Zwölf Menschen kommen ums Leben.

Das Feuer in dem 6,4 Kilometer langen Tauerntunnel südlich von Badgastein in Österreich brach gegen fünf Uhr nach einem Auffahrunfall mit Lastwagen aus. Dabei wurden mindestens 42-66 Menschen verletzt.

24.03.1999 (zw. Frankreich und Italien): Im Montblanc-Tunnel geht ein mit Mehl und Margarine beladener belgischer Lastwagen in Flammen auf, das Feuer greift auf andere Fahrzeuge über. In dem Inferno sterben 41 Menschen, zahlreiche weitere werden verletzt. Das Feuer kann erst nach 24 Stunden gelöscht werden.

Ein in Frankreich vorgelegter Zwischenbericht macht unter anderem eine falsch eingestellte Belüftung des Tunnels für das Ausmass der Katastrophe verantwortlich. Den französischen und italienischen Tunnelbetreibern werden mangelnde Abstimmung vorgeworfen.

0 2.03.1999 (Deutschland): Ein mit Zellstoff beladener Eisenbahnwaggon gerät in einem 1,7 Kilometer langen Bahntunnel bei Göttingen in Brand. Niemand wird verletzt.
18.11.1996 (zw. Frankreich und Großbritannien): Im Eurotunnel unter dem Ärmelkanal gerät auf einem Zugwaggon ein Lastwagen in Brand. 30 Fahrgäste erleiden teils schwere Rauchvergiftungen. Der Tunnelverkehr wird für drei Wochen stillgelegt.
18.03.1996 (Italien): In einem Autotunnel bei Palermo explodiert ein Tanklastzug, auf den ein Kleinbus aufgefahren war. Das Feuer greift auf 19 Autos über. Bilanz: Fünf Tote, 26 Verletzte.
10.02.1996 (Japan): Nach einwöchigen Suchaktionen bergen Rettungskräfte auf der nordjapanischen Insel Hokkaido die Leichen von 20 Menschen aus einem eingestürzten Strassentunnel.
28.10.1995 (Aserbaidschan): Einem Brand zur Hauptverkehrszeit fallen in der
U-Bahn der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku 337 Menschen zum Opfer. Mindestens 270 Menschen werden verletzt.
10.04.1995 ( Österreich): Bei einer Massenkollision im Pfändertunnel der Rheintalautobahn bei Bregenz gehen vier Autos in Flammen auf. Eine dreiköpfige Familie aus dem Ruhrgebiet verbrennt. Ein italienischer Autofahrer war in dem 6,7 Kilometer langen zweispurigen Tunnel auf die Gegenfahrbahn geraten. Vier Personen werden verletzt.
08.11.1987 (England): In der Londoner U-Bahn, in der Station King's Cross, sterben 31 Menschen bei einer Brandkatastrophe, 150 weitere werden verletzt.
20.10.1975 In Mexiko prallen Zwei U-Bahn-Züge aufeinander.
23 Menschen sterben, 55 weitere werden verletzt.
28.02.1975 (England): In der Londoner U-Bahnstation Moorgate verursacht ein Fahrfehler eines U-Bahnführers den Tod von 43 Menschen. Mehrere hundert Menschen werden verletzt.
16.06.1972 (Frankreich): Im französischen Vierzy-Tunnel kollidieren zwei in entgegengesetzte Richtungen fahrende Züge mit einer Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometern miteinander, als ein Teil des Gewölbes einstürzt. 108 Menschen sterben, 111 werden verletzt. Der Vierzy-Tunnel verbindet Paris und Laon.
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